Dienstag: Erste Mexikanerin im All, Wissenschaftler warnen vor Verbrenner-Verbot

Mexikanerin im Weltraum + Verbot für Verbrenner-Autos + Verfahren gegen Bundesbehörde + Musk streitet mit Twitter + Kommunen für dauerhaftes Neun-Euro-Ticket

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Blue-Origin-Kapsel mit Weltraumtouristen in der Schwerelosigkeit, dazu Text: DIENSTAG Blue Origin, Verbrennungsmotoren, Facebook, Elon Musk gegen Twitter & Neun-Euro-Ticket

(Bild: Blue Origin / heise online)

Von
  • Andreas Knobloch

Vor einigen Jahren noch hat sie bei McDonalds gearbeitet, um ihr Studium zu finanzieren, nun ist sie die erste Mexikanerin im All: Die in Mexiko geborene Katya Echazarreta ist am Wochenende im Rahmen einer privaten Blue Origin-Mission in den Weltraum geflogen. Insgesamt sind Astronautinnen aber noch immer unterrepräsentiert. Im EU-Parlament soll in den nächsten Tagen über ein Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren abgestimmt werden. Nun schalten sich 300 Fachleute ein und warnen vor einem Verbot – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Die in Denver, Colorado, ansässige NGO Space for Humanity (S4H) ermöglicht mit ihrem Citizen Astronaut Programm Bürgern und Bürgerinnen, in den Weltraum zu fliegen. Die Studentin Katya Echazarreta war aus mehr als 7.000 Bewerbern aus 100 Ländern ausgewählt worden. Am Wochenende flog sie an Bord der New Shepard des Unternehmens Blue Origin ins All – als erste Mexikanerin überhaupt. Den Flug widmete sie ihrem Geburtsland und der Latino-Gemeinde in den USA. "Ich wünsche mir, dass ihr diese Mission seht, an euch glaubt und wisst, dass ihr die Nächsten sein könnt", sagte sie. Blue Origin bringt erste Mexikanerin ins Weltall

Das EU-Parlament könnte kommende Woche ein Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor befürworten. Bei zahlreichen Expertinnen und Experten, insbesondere aus den Fächern Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Chemie, stößt dies auf Bedenken. In einem offenen Brief an die Parlamentarier haben nun 300 Fachleute ihre Sorge ausgedrückt. Die CO₂-Bilanz von batterieelektrisch betriebenen Autos sei wesentlich schlechter als oft angegeben. Zudem könne die einseitige Ausrichtung auf diese Mobilitätsform zu einer größeren Abhängigkeit von China führen. 300 Wissenschaftler warnen EU-Parlament vor Verbot für Verbrenner-Autos

Vor knapp einem Jahr hatte der Bundesbeauftragte für den Datenschutz (BfDI) die Bundesbehörden aufgefordert, ihre Facebook-Fanpages abzuschalten, da diese nicht datenschutzkonform betrieben werden könnten. Auch hatte er angekündigt, ab Januar 2022 die Nutzung von Facebook-Fanpages durch die Bundesbehörden prüfen zu wollen. Das Bundespresseamt hat bisher seine Facebook-Fanpage für die Bundesregierung bislang nicht abgeschaltet. Darum hat es nun vom BfDI ein Anhörungsschreiben erhalten. Facebook-Fanpage: Datenschutzbeauftragter eröffnet Verfahren gegen Bundesbehörde

Die Auseinandersetzung zwischen Elon Musk und Twitter geht in die nächste Runde. Der Tesla-Gründer hat dem Kurznachrichtendienst einen Bruch der Bedingungen für die milliardenschwere Übernahme vorgeworfen. Twitter weigere sich, von Musk eingeforderte Daten zu Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform herauszugeben, heißt es in einem offenen Brief der Anwälte von Musk. Dieser behält sich deshalb vor, die Transaktion abzublasen. Musk: Twitter bricht mit seinem Auskunftsverhalten Übernahme-Bedingungen

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Seit einigen Tagen gibt es in Deutschland das Neun-Euro-Ticket und sorgt für starken Reiseverkehr und überfüllte Züge. Eine größere Gruppe Punks war mit dem günstigen Ticket auf die Nordseeinsel Sylt gereist; ihre bloße Anwesenheit löste Aufregung im bürgerlichen Urlaubsidyll aus. Der Fahrgastverband Pro Bahn sieht sich angesichts zum Teil übervoller Züge in seiner Kritik an dem Ticket bestätigt; Verbraucherschützer, Kommunen sowie Verkehrspolitiker aber fordern angesichts der Nachfrage dauerhaft günstige Nahverkehrspreise sowie zusätzliche Milliarden-Zuschüsse. Neun-Euro-Ticket: Volle Züge – Kommunen für dauerhaftes Billigticket

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(akn)