Dienstag: Facebook-Klage in Berufung, James Webb liefert Bilder vom Mars

Wiederaufnahme von Facebook-Klage gefordert + Mars-Aufnahmen vom Webb-Teleskop + Raumkapsel vorgestellt + LNG-Terminal vor Baubeginn + Gasspeicher gut gefüllt

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Justitia, dazu Text: DIENSTAG Facebook-Klage, James-Webb-Teleskop, Raumkapsel

(Bild: Wirestock Images / Shutterstock.com / heise online)

Von
  • Andreas Knobloch

Mehrere US-Bundesstaaten fordern die Wiederaufnahme einer Wettbewerbsklage gegen Facebook. Denn die Handlungen des Konzerns richteten weiter Schaden an, so die Argumentation. Doch Facebook wehrt sich. Und das James-Webb-Weltraumteleskop liefert erste Aufnahmen vom Mars. Das helle Infrarotlicht des Roten Planet stellt dabei eine ganz besondere Herausforderung dar – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Im Dezember 2020 hatten die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) und fast alle US-Bundesstaaten jeweils Klage gegen Facebook eingereicht. Der Vorwurf: Facebook soll jahrelang in rechtswidriger Weise den Wettbewerb behindert zu haben. Der Konzern habe Instagram und WhatsApp gekauft, weil sie Facebooks Vorherrschaft zu gefährden drohten. Außerdem habe Facebook seine Vormachtstellung dazu missbraucht, andere Online-Dienste einzuschränken. Beide Klagen wurden zunächst abgewiesen, die der FTC später zugelassen. Vor einem Berufungsgericht wurde nun die Wiederaufnahme der anderen Kartellklage gegen Facebook gefordert. US-Bundesstaaten wollen Wiederaufnahme der Facebook-Klage

Das von den Weltraumbehörden NASA, ESA und CSA gemeinsam betriebene Weltraumteleskop James Webb war am 25. Dezember gestartet worden. Nachdem es sich in einer komplexen Prozedur selbst entfaltet hat, ist es einen Monat später am Lagrange-Punkt L2 angekommen. Hier blickt es abgewandt von Sonne, Erde und Mond ins All und liefert regelmäßig spektakuläre Aufnahmen. Konzipiert, um das extrem schwache Licht der am weitesten entfernten Galaxien im Universum zu erfassen, stellt das helle Indrarotlicht des Mars eine besondere Herausforderung dar. Die Spektroskopie des Roten Planten bringt zusätzliche wissenschaftliche Erkenntnisse über Oberfläche und Atmosphäre. Nun zeigt die ESA erste Mars-Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops

Nicht für einen Flug zum Mars, aber für Missionen im Erdorbit und Transportflüge für Aufbauarbeiten an großer Infrastruktur im All – das deutsch-französische Raumfahrtunternehmen ArianeGroup hat mit "Susie" das Konzept für eine Raumkapsel vorgestellt, die voll wiederverwendbar und in der Lage sein soll, Fracht und/oder Menschen ins All und wieder zurück transportieren zu können. Damit reagiere man auf die neu erwachten europäischen Ambitionen in Bezug auf die Erkundung des Weltraums und die bemannte Raumfahrt, so das Unternehmen. ArianeGroup: Raumkapsel "Susie" für Fracht und bis zu fünf Menschen vorgestellt

Auf der Erde, zumindest in Westeuropa, bleibt hingegen die drohende Enegiekrise im Winter das vorherrschende Thema. Da Deutschland künftig viel stärker auf importiertes Flüssiggas (LNG) angewiesen sein wird, muss kräftig in die dafür nötige Infrastruktur investiert werden. In Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern soll am heutigen Dienstag nun mit dem Bau des ersten komplett privat finanzierten Flüssigerdgas-Terminals begonnen werden. Aufgrund der geringen Wassertiefe des vor Lubmin gelegenen Greifswalder Boddens können die LNG-Tanker allerdings nicht wie an anderen Terminals direkt anlegen. Aber auch dafür wurde eine Lösung gefunden. LNG-Terminal in Lubmin: Baubeginn am Dienstag

Bis die Flüssinggas-Terminals gebaut sind, heißt die Devise aber zunächst einmal: Gas sparren. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, liegt der Füllstand der deutschen Gasspeicher inzwischen bei fast 89 Prozent. In den kommenden Tagen dürfte sich die Zunahme aber verlangsamen. Die Lage bleibt angespannt, eine Verschlechterung der Situation könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es. Energiekrise: Gasspeicher zu 89 Prozent gefüllt, Lage weiter angespannt

Auch noch wichtig:

(akn)