Dienstag: Google I/O öffnet, Apple verwirrt, während Intel künstlich täuscht

Google I/O 2021 beginnt + Leistungsdaten der Apple-CPU M1 bleiben verborgen + Intels KI macht täuschend echte Grafiken + Elon lässt Bitcoin rasseln

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Blonde Frau liegt im Gras, trägt mit Kappe mit "I/O 19"-Logo

Die Google I/O 2019 war die vorerst letzte Präsenz-I/O. Nach einer pandemiebedingten Pause versucht der Datenkonzern es diesmal online.

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

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  • Daniel AJ Sokolov

Google eröffnet am Dienstag seine wichtigste jährliche Konferenz, die Google I/O. Apple verwirrt mit dem neuen M1-Chip, Intels neueste KI täuscht mit fotorealistischen Grafiken, und Elon Musks Erkenntnisse über die Umweltschädlichkeit des Bitcoin-Systems enttäuschen Spekulanten. Das Wichtigste vom Tage in Kürze.

Die Google I/O 2021 ist da. Heute Abend mitteleuropäischer Zeit wird diese wichtigste Jahreskonferenz des Datenkonzerns mit der "Keynote" eröffnet. Sie wird kostenlos livegestreamt. Es ist die 13. Auflage, aber die erste online abgehaltene I/O. Das verdanken wir der Coronavirus-Pandemie. Letztes Jahr musste Google die I/O sogar absagen, weil an eine sichere Veranstaltung nicht zu denken war.

Über mehrere Tage gibt Google Einblicke in seine Pläne für die kommenden Monate. Die aus Sicht der breiten Öffentlichkeit größten Ankündigungen erwarten wir gleich zur Eröffnung, darunter eine nähere Vorschau auf Android 12 sowie neue Assistant-Funktionen. Mit dabei sind wohl neue Produkte für verwanzte Eigenheime, vulgo Smart Home. Gespannt sind wir auf die im Laufe der Konferenz vorgestellten Fortschritte bei Barrierefreiheit.

Ein Laptop muss nicht langsamer sein als ein Desktop, das gilt auch für Apple-Computer. Doch der Konzern sorgt für Verwirrung: Bei Geräten mit dem neuen M1-Chip verschweigt Apple wichtige Leistungsdaten. Die M1-CPUs sollen in Desktops und Notebooks ähnliches leisten, was in der Praxis nicht so simpel ist.

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Kryptowährungen wie Bitcoin wurden als immun gegen staatliche Einflussnahme und Manipulation gehypt. Doch es braucht gar keine Notenbanken oder Geheimdienstmanöver, um kräftige Kursschwankungen auszulösen: Wie sich zeigt, reicht schon eine Wortspende eines Promis, um hunderte Milliarden Euro Bitcoin-"Wert" auszulöschen. Herr Musk hat bemerkt, dass der Energieverbrauch des Bitcoin-Systems enormen CO2-Ausstoß auslöst. Das passt nicht zum Image seiner Firma Tesla, weshalb man dort mit Bitcoins jetzt doch keine E-Autos mehr kaufen kann und Tesla seine Bitcoin-Vorräte reduziert.

Intel hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die Computergrafiken so verbessern kann, dass sie fast wie echte Videos wirken. Voraussetzung ist, dass die KI auf echte, inhaltlich gekennzeichnete Fotos zurückgreifen kann. Technisch ist das toll, doch mag die Realität öder sein als die Phantasiewelt, wie Intels KI-Demovideo zeigt.

Auch noch interessant:

  • Vor 70 Jahren wurden in Schweden die ersten Tetra Paks präsentiert. Sie sind leicht, was Treibstoff beim Transport spart, und schützen die Inhalte gut. Allerdings haben die Verbundmaterialien, aus denen die Tetra Paks bestehen, bei Umweltschützern keinen optimalen Leumund.
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(ds)