Dienstag: Google muss in Russland Strafe zahlen, Panasonic meldet Einbruch

Google zahlt in Russland Strafe + Panasonic gehackt + Neues zum Corona-Ursprung + Deutsche Chefs gegen Homeoffice + Smart Meter unbeliebt

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Google-Firmenlogo, dazu Text: DIENSTAG Google-Strafzahlung, Panasonic-Datenpanne, Corona-Ursprung, Homeoffice-Skepsis & Smart Meter

(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com/heise online)

Von
  • Andreas Knobloch

Seit einiger Zeit geht Moskau gegen US-amerikanische Tech-Konzerne vor, wenn sie in Russland als illegal eingestufte Inhalte, darunter auch Aufrufe zu verbotenen Demonstrationen, nicht auf ihren Plattformen blockieren oder entfernen. Nun verhängte die russische Medienaufsicht eine Strafzahlung gegen Google – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Facebook, Google, Twitter oder TikTok – ihnen allen wurde in Russland schon mit Sanktionen wegen nicht entfernter illegaler Webinhalte gedroht. Mitte September sperrte Youtube auf Druck Moskaus ein Protestwahl-Video von Kremlgegnern. Zuvor war bereits die Ladegeschwindigkeit bei Zugriffen auf den Kurznachrichtendienst Twitter von der russischen Telekommunikationsaufsicht Roskomnadsor verlangsamt worden. Weil er verbotene Inhalte nicht löscht habe, wurde der US-Konzern Google nun in Russland mit einer Strafzahlung belegt.

Während Russland also gegen US-Tech-Konzerne vorgeht, haben japanische Technologie-Unternehmen mit einer Welle von Cyberangriffen zu kämpfen. Kawasaki, NEC, Mitsubishi Electric und die Rüstungsunternehmen Kobe Steel und Pasco haben in der jüngeren Vergangenheit Sicherheitsvorfälle und in einigen Fällen sogar Datenlecks gemeldet. Im September war durch einen Ransomware-Angriff das Computernetz des japanische Herstellers Olympus in Europa, dem Nahen Osten und Afrika betroffen. Nun verschafften sich Hacker Zugang zu einem internen Netzwerk von Panasonic. Der Tech-Konzern Panasonic bestätigt Datenpanne nach Netzwerk-Hack.

Der Ursprung des Corona-Virus beschäftigt die Welt auch zwei Jahre nach Pandemiebeginn weiterhin. Michael Worobey war sich lange nicht sicher, woher das Coroanavirus stammt. Während der Pandemie hat der Professor an der University of Arizona untersucht, wie sich der Erreger im Laufe der Zeit veränderte – und gehörte auch zu einer Gruppe von 18 einflussreichen Wissenschaftlern, die im Mai einen vielbeachteten offenen Brief unterzeichneten, in dem sie weitere Forschungen nach der tatsächlich Herkunft von SARS-CoV-2 forderten. Der erfahrene Evolutionsbiologe hat neue Daten entdeckt, die die These vom Beginn der Pandemie auf einem Tiermarkt belegen sollen. Neue Erkenntnisse zum Beginn von Corona: Experte geht nicht von Laborunfall aus.

Die Corona-Pandemie hat zu einer starken Zunahme von flexiblem Arbeiten und Homeoffice geführt. Führungskräfte in Deutschland haben jedoch große Bedenken, dass die Arbeit wirklich erledigt wird. Im internationalen Vergleich stehen sie der Arbeit ihrer Beschäftigten im Homeoffice skeptisch gegenüber. Laut einer Umfrage: Deutsche Chefs befürchten Bummelei im Homeoffice.

Auch auf die Gas- und Strompreise hat die Corona-Pandemie Auswirkungen – sie sind zuletzt stark gestiegen. Einer aktuellen, als repräsentativ geltenden Umfrage zufolge wollen 77 Prozent der Nutzer und Interessenten vor allem Stromkosten sparen, 72 Prozent Stromfresser im Haushalt identifizieren. Zwei Drittel wünschen sich eine verbrauchsgenaue Stromabrechnung. Mehr Bundesbürger können sich demnach dafür erwärmen, ein intelligentes Strommesssystem zu installieren. Eine Mehrheit lehnt dies aber weiter ab. Zu teuer und nutzlos: Über die Hälfte der Deutschen will keinen Smart Meter.

Auch noch wichtig:

  • Der Mitgründer des Kurznachrichtendienstes Twitter nimmt zum zweiten Mal seinen Hut und übergibt an seinen CTO. Der übernimmt das Schiff in stürmischer See. Twitter-Chef Jack Dorsey tritt zurück.

(akn)