Digitale Assets: Deutsche Börse und Commerzbank steigen bei NFTs ein

Die Deutsche Börse und Commerzbank wollen einen digitalen Marktplatz für existierende reale Vermögenswerte auf Basis der Blockchain entwickeln.

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(Bild: Quardia/Shutterstock.com)

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Von
  • Bernd Mewes

Die Deutsche Börse und die Commerzbank wollen zusammen mit dem Fintech-Unternehmen 360X eine digitale Handelsplattform für existierende reale Vermögenswerte entwickeln. Auf der Plattform 360X sollen Investitionen in "bislang illiquide Vermögenswerte" ermöglicht werden. Über "Tokenisierung" sollen reale Vermögenswerte auf der Blockchain abgebildet werden. Erste Transaktionen seien bereits für das laufende Jahr geplant, kündigte die Deutsche Börse in einer Mitteilung an.

Immobilien sollen beispielsweise aufgeteilt, auf der Blockchain abgebildet und auf diese Weise "investier- und handelbar" gemacht werden. Neben Immobilien soll im ersten Schritt Kunst angeboten werden. Ziel der Partnerschaft sei die Entwicklung "neuer digitaler Marktplätze und Ökosysteme für existierende reale Vermögenswerte" auf Blockchain-Basis.

"Make Things Investable" laute das Mantra: "Wir schaffen transparente und liquide Handelsplätze für Vermögenswerte, für die es diese digitalen Märkte heute noch nicht gibt", erklärt Carlo Kölzer, Gründer und CEO von 360X in der Pressemitteilung. Kölzer gründete im Jahr 2000 die Devisenhandelsplattform 360T, die 2015 für 725 Millionen Euro von der Deutschen Börse übernommen wurde – Kölzer blieb als CEO.

"Wir bringen reale Werte auf digitale Marktplätze und sehen in der Beteiligung mit der Deutschen Börse an 360X das Potenzial, eines dieser digitalen Ökosysteme der Zukunft mitzugestalten", erklärt Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank AG. Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG ist überzeugt, dass die Deutsche Börse neue Asset-Klassen erschließen müsse. "Wir werden in Zukunft eine breite Tokenisierung und Digitalisierung von heute nicht handelbaren Assets sehen."

360X wird allerdings nicht die erste Plattform sein, die mit der Blockchain erzeugte eindeutige Tokens für den Verkauf nutzt. In der Vergangenheit wurden bereits digitale "Werte" als Non-fungible Tokens (NFTs) versteigert. Darunter befand sich auch der erste Tweet von Jack Dorsey als NFT, der für rund 2,9 Millionen US-Dollar (2,43 Millionen Euro) auf der Auktionsplattform Valuables versteigert wurde.

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Das mit einem mit Kryptotoken verknüpfte Digitalkunstwerk "Everydays: The First 5000 Days" wurde für 69 Millionen US-Dollar vom Londoner Auktionshaus Christie's versteigert. Ein populäres Cat-Meme erzielte 590.000 US-Dollar. Die Künstlergruppe Injective Protocol erwarb Banksys Bild "Morons" für 95.000 US-Dollar, verbrannte es anschließend, registrierte die Aufzeichnung davon auf dem Ethereum-Netzwerk und bekam für das NFT des Videos 380.000 Dollar.

[Update:] Das Unternehmen 360 Treasury Systems wurde korrigiert in 360X. (bme)