Digitale Souveränität: EU investiert 8 Milliarden Euro in Supercomputer

Die Präsidentin der Europäischen Kommission kündigt in ihrer Rede zur Lage der Union 2020 hohe Investitionen in "die nächste Generation der Supercomputer" an.

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Der Supercomputer Mare Nostrum am Barcelona Supercomputing Center BSC

(Bild: c't Magazin/Christof Windeck)

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  • Christof Windeck

In Ihrer Rede zur Lage der Union 2020 hat Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, heute "Investitionen in Höhe von 8 Milliarden Euro in die nächste Generation der Supercomputer" angekündigt. Sie stellte diese Ankündigung in den Zusammenhang mit der digitalen Souveränität Europas und betonte, dass es sich um "neueste Technik Made in Europe" handeln werde.

Außerdem erwähnte Ursula von der Leyen die European Processor Initative (EPI): "Wir wollen, dass die europäische Industrie unseren eigenen Mikroprozessor der nächsten Generation entwickelt, der es ermöglicht, die wachsenden Datenmengen effizient und sicher zu verarbeiten. Darum geht es bei der europäischen digitalen Dekade [Digital Decade]".

Die EU-Kommissionspräsidentin nannte keine weiteren Details zum geplanten oder laufenden 8-Milliarden-Euro-Programm. Aktuell läuft das EuroHPC-Programm mit einem Volumen von einer Milliarde Euro, das auf erste Supercomputer der "Exascale"-Klasse zählt, die also rund ein Exaflops an Rechenleistung liefern. Das wäre mehr als das Doppelte dessen, was der aktuelle Spitzenreiter der Top500-Liste schafft, der japanische Fugaku mit ARM-Technik.

Der EPI-Prozessor Rhea nutzt unter anderem ebenfalls ARM-Technik. Der Verkauf von ARM an den US-Konzern Nvidia wird in diesem Zusammenhang von einigen Beobachtern als Rückschlag bewertet.

(ciw)