Docker Desktop 4.14 verschafft besseren Einblick in Container

Erweiterte Observability-Funktionen in Docker Desktop eröffnen DevOps-Teams die detailliertere Überwachung ihrer Container in puncto Betriebsdaten und Security.

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Das Konferenzgebäude der DockerCon.

(Bild: REDPIXEL.PL/Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Das Unternehmen Docker, Inc. hat Version 4.14 von Docker Desktop veröffentlicht. Das für Windows macOS und inzwischen auch für Linux verfügbare Tool zum Entwickeln und Teilen von containerisierten Anwendungen gewährt ab dem neuen Release tiefere Einblicke in die Container. DevOps-Teams sollen dadurch den aktuellen Zustand und die Sicherheit besser im Auge behalten und beurteilen können.

Die neue Extension Resource Usage fügt eine tabellarische Darstellung sämtlicher relevanten Daten zu CPUs, Arbeit- und Plattenspeicher sowie Netzwerkverkehr in allen Containern direkt in die Oberfläche von Docker Desktop ein. Die Informationen sind nach Docker-Compose-Projekten gegliedert. Entwicklerinnen und Entwickler können sich darüber hinaus die Ressourcenauslastung im zeitlichen Verlauf grafisch darstellen lassen.

Als Beitrag zu mehr Sicherheit in der Software Supply Chain bietet Docker Anwenderinnen und Anwendern künftig auch mehr Unterstützung beim Aufspüren von Schwachstellen, die sich durch Abhängigkeiten (Dependencies) in den Images auftun könnten. In den kommenden Wochen will das Unternehmen dazu eine neue, detailliertere Ansicht für Images einführen. Darin soll sich erkennen lassen, ob ein Image vulnerable Abhängigkeiten enthält und wo genau diese zu finden sind.

Package View eröffnet Einblicke in Images – zum Aufspüren potenzieller Schwachstellen.

(Bild: Docker)

Entwicklerinnen und Entwickler, die ein einmal erstelltes Docker-Run-Kommando nur mit wenigen Anpassungen neu konfigurieren oder es schlicht mit anderen Projektmitarbeitenden teilen wollen, finden in Docker Desktop 4.14 die neue Menüoption "Copy docker run". Die Aktion führt zurück zur Ausgangsversion von docker container run mit den ursprünglich verwendeten Umgebungsvariablen. Diese lässt sich anschließend einfach mit neuen Parametern konfigurieren und in andere Umgebungen übertragen.

Im Zuge der nordamerikanischen KubeCon 2022 Ende Oktober in Detroit hatte Docker bereits angekündigt, die neue Version von Docker Desktop für den Einsatz der WebAssembly-Technologie (Wasm) vorzubereiten. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, vorkompilierten Bytecode direkt im Browser oder anderen isolierten Umgebungen auszuführen. Die WASM-Funktionalität in Docker Desktop ist vorläufig allerdings noch als Technical Preview ausgewiesen und daher nicht für den Einsatz in Produktion empfohlen.

Ein Überblick aller weiteren Neuerungen in Version 4.14 findet sich im Docker-Blog sowie in den Release Notes.

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