Docker aktualisiert sein Preisgefüge mit neuen Abonnements

Das Einstiegsabonnement Docker Personal bleibt weiter kostenfrei, für große Unternehmen mit höheren Anforderungen empfiehlt sich künftig Docker Business.

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Das Konferenzgebäude der DockerCon.

(Bild: Merlin Schumacher (c't magazin))

Von
  • Matthias Parbel

Docker-Container sind aus der modernen Softwareentwicklung und dem Bereitstellen von Applikationen kaum noch wegzudenken. Das Unternehmen Docker Inc. sieht sich im Sinne einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung nun aber veranlasst, die Bedingungen für Abonnements zur Nutzung von Docker Desktop zu aktualisieren (Docker Subscription Service Agreement). Der Anbieter möchte dadurch sowohl den Support wie auch die Weiterentwicklung seiner Produkte sicherstellen – kostenfreie Angebote für nicht-kommerzielle Open-Source-Projekte oder das Bildungswesen bleiben aber erhalten.

Das Einstiegsangebot Docker Personal (vormals Docker Free) richtet sich gleichermaßen an einzelne Entwicklerinnen und Entwickler wie auch die Open-Source-Community im Allgemeinen. Sie erlaubt aber auch Bildungseinrichtungen und kleinen Unternehmen bis maximal 250 Angestellte und einem jährlichen Umsatz von weniger als zehn Millionen US-Dollar den dauerhaft kostenfreien Einsatz der wichtigsten Docker-Komponenten, einschließlich CLI, Compose, Build/BuildKit, Engine, Docker Desktop, Hub sowie der Official Images.

Für alle anderen kommerziellen Einsatzzwecke ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich. Einzelnen Entwicklerinnen und Entwicklern steht das Pro-Abonnement für fünf US-Dollar pro Monat offen, Organisationen ab fünf Mitgliedern wählen das Team-Abonnement für sieben US-Dollar pro Developer und Monat. Mit Docker Business ist zudem eine neue Stufe hinzugekommen, die sich gezielt an größere Unternehmen richtet. Das Abonnement ist auf Organisationen mit einer Vielzahl an Entwicklerinnen und Entwicklern zugeschnitten, die ein übergreifendes, aber zentral verwaltetes Management aller Docker-Umgebungen benötigen, und die auf hohe Sicherheit und Skalierbarkeit angewiesen sind.

Verantwortliche erhalten mit Docker Business unter anderem einen Überblick, welche Container Images aus welchen Registries in den verschiedenen Projekten im Einsatz sind und auf welchen Maschinen sie laufen. Auch etwaige Sicherheitsschwachstellen in den unterschiedlichen Versionen der verwendeten Images lassen sich überwachen, und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen einleiten. Im Unterschied zu den Abonnements Pro und Team erlaubt es Docker Business den Zugriff auf Container Images über Docker Hub gezielt zu regulieren, um Entwicklerinnen und Entwicklern nur geprüfte Images zugänglich zu machen. Künftig soll sich darüber hinaus SAML (Security Assertion Markup Language) als Standardprotokoll für Single Sign-On (SSO) nutzen lassen. Auch die Möglichkeit, Docker-Desktop-Instanzen remote zu verwalten, steht auf der Liste der geplanten neuen Funktionen für das Business-Abonnement, das sich zum Preis von 21 US-Dollar pro Developer und Monat buchen lässt.

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Die aktualisierten Bedingungen des Docker Subscription Service Agreement gelten ab sofort. Anwenderinnen und Anwendern, die ein kostenpflichtiges Abonnement benötigen, bleibt aber noch bis zum 31. Januar 2022 Zeit, ihre Konditionen an das neue Modell anzupassen. Nach Einschätzung von Docker-CEO Scott Johnston sollte das kostenfreie Personal-Abonnement aber weiterhin für rund die Hälfte aller Docker-Kunden ausreichend sein. Weitere Details zu den Neuerungen finden sich in der Ankündigung im Docker-Blog.

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