Donnerstag: Google verliest sich bei QR-Codes, Corona-Warn-App auf dem Prüfstand

Googles Lesefehler der Kamera-App + Omikron-Welle gegen Corona-Warn-App + Boom bei falschen Impfpässen + Aufbau des EU-Patentgerichts + heiseshow zu Telegram

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Mann und Frau stehen sich gegenüber und halten ihre Handys aneinander

(Bild: Kzenon/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Google hat ein Problem mit der Interpretation von QR-Codes. Die Kamera-App auf Pixel-Handys mit Android 12 verliest sich gern und könnte so auf verseuchte Internetadressen leiten. Falsche Interpretationen sind auch ein Problem der Corona-Warn-App, wenn nicht nur risikoreiche Begegnungen registriert werden. Die Omikron-Welle wird zum Prüfstein für die eigentlich zur Eindämmung der Pandemie nützlichen App – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

QR-Codes in freier Wildbahn sind grundsätzlich verdächtig. Besonders Misstrauen ist angezeigt, wenn man sie mit der Camera-App eines Pixel-Handys unter Android 12 ausliest. Algorithmen der App verändern beim Auslesen von QR Codes darin enthaltene Links leicht und schlagen dann sehr ähnliche, aber falsche Webadressen zum Öffnen vor. Ein Klick und der User landet bestenfalls bei einer Fehlermeldung, schlimmstenfalls direkt in den Armen eines gewieften Angreifers aufgrund der von Googles Kamera verfälschten URLs in QR-Codes.

Keine Fehlermeldungen, aber zu viele Warnhinweise plagen die offizielle Corona-Warn-App des Bundes derzeit. Mit über 40 Millionen Downloads gehört sie zu den erfolgreichsten digitalen Tools weltweit, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Doch trotz dieser Erfolgsgeschichte reißt die Kritik am Konzept und an der konkreten Umsetzung nicht ab. Inzwischen geht es um die Frage, ob die App ihren eigentlichen Zweck erfüllen kann, nämlich einen nennenswerten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten. Die Omikron-Welle stellt das Konzept der Corona-Warn-App auf den Prüfstand.

Ein anderes Problem in der Pandemie sind gefälschte Impfausweise. Die Polizei geht solchen Verdachtsfällen bundesweit inzwischen mit weit mehr als 12.000 Verfahren nach. Die Zahl sei vor allem im vergangenen Dezember in die Höhe geschnellt. Ende November hatte der Gesetzgeber die Strafbarkeit noch einmal klargestellt. Abschreckende Wirkung hatte dies anscheinend nicht: Die 3G-Pflicht in vielen Bereichen hat das Geschäft der Fälscher wohl erst richtig angekurbelt und führte zu einem Boom bei falschen Impfpässen: über 12.000 Verfahren und "Dunkelfeld".

Fälschungen sind eines der Themen des Einheitlichen Patentgerichts der EU, das jetzt vorbereitet wird. In den nächsten acht Monaten wird die Infrastruktur in Luxemburg geschaffen, es werden die ersten Richter ernannt und sekundäre Rechtsvorschriften wie die Verfahrensordnung beschlossen. Doch das Einheitliche Patentgericht der EU ist umstritten. Es könnte Softwarepatenten Tür und Tor öffnen und selbst rechtswidrig sein. Trotzdem beginnt der Aufbau des EU-Patentgerichts.

Seit Monaten wird im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft beobachtet. Dabei wird immer vehementer aktuell dem Messenger Telegram eine Mitschuld gegeben. Nach langer Untätigkeit überbieten sich die neue Bundesregierung und Strafverfolgungsbehörden nun bei Ankündigungen, wie mit dem Dienst weiter umgegangen werden soll. Zuletzt forderte Innenministerin Faeser, die Telegram-App soll aus App-Stores entfernt werden. In der neuen Folge der #heiseshow sprechen wir über Hass und Hetze auf Telegram: Was der Staat tun kann und was nicht.

Nach den ernsten Diskussionen entspannen sich die Zocker der c't bei einem Flugzeugabsturz über dem Pazifischen Ozean. Der einzige Überlebende kann sich gerade noch auf einem Rettungsfloß in Sicherheit bringen und muss es an den Strand des nächstgelegenen Eilands paddeln. So beginnt die Robinsonade von Stranded Deep. Das c’t-zockt-Team probiert sie heute Abend live aus, denn die letzte Version dieses Spiels bringt einen Online-Multiplayer-Modus mit. c’t zockt LIVE Stranded Deep: Jetzt mit Robinson und Freitag.

Auch noch wichtig:

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(fds)