Donnerstag: ISS bekommt neue Anlegestelle, Tech-Mitarbeiter in China haben genug

Russische Rakete auf dem Weg + Überarbeitete chinesische Hightech-Branche + Frankreich gegen Wish.com + Aufladen von E-Autos in der Kritik + MGs E-Auto im Test

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(Bild: NASA)

Von
  • Frank Schräer

Die Internationale Raumstation ISS hat dieses Jahr bereits einige Pannen erlebt, bekommt aber in Kürze ein neues Modul für eine erweiterte Anlegestelle. Russland hat es jetzt per Rakete auf den Weg gebracht. Der Protest junger Mitarbeiter der chinesischen Hightech-Branche gegen lange Arbeitszeiten ist ebenfalls im Gange, wenn auch eher subtil – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

An der Internationalen Raumstation ISS sollen künftig bis zu fünf russische Raumschiffe zeitgleich andocken können. Eine Rakete mit dem Modul namens "Pritschal" (Anlegestelle) startete am Mittwoch vom Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe Kasachstans in Zentralasien. Der Flug zur ISS soll gut zwei Tage dauern. Dann bekommt die Raumstation ISS ein neues Modul.

Während die Astronauten der ISS mit dem neuen Modul erst mal mehr Arbeit bekommen, wollen viele Angestellte in der chinesischen Tech-Branche weniger arbeiten. Denn die Regel dort lautet "996": Arbeit von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends an sechs Tagen pro Woche. Doch immer mehr junge Mitarbeiter wollen nicht mehr. Es regt sich Protest, der mittlerweile auch in die Öffentlichkeit getragen wird: Wie ausgebrannte chinesische Tech-Arbeiter zurückschlagen wollen.

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Beschwerden gibt es auch in Frankreich, aber über die Online-Einkaufsplattform Wish.com. Diese häufen sich seit Jahren. Nun hat die französische Regierung bestätigt, dass viele dort vertriebene Produkte mehr als bedenklich sind und zieht Konsequenzen. Stichprobenartige Überprüfungen von Artikeln hätten ergeben, dass viele Produkte sich dabei als nicht gesetzeskonform oder gar gefährlich erweisen. Deshalb lässt Frankreich Wish.com aus Suchmaschinen entfernen.

Es sind nicht direkt Beschwerden, aber fast 40 Prozent der vom ADAC befragten Elektroauto-Fahrer sind mit dem Laden auf Langstrecken nicht besonders zufrieden. Auf ihrer Wunschliste stehen neben dem Ausbau des Ladenetzes "eine Vereinfachung der Abläufe, verlässlichere Ladesäulen sowie günstigere Preise und schnelleres Laden". Die aktuelle Umfrage des ADAC ergab: Schnellladen von Elektroautos hat zu viele Hürden.

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Als Exot an der Ladesäule könnte man ein Elektroauto von MG bezeichnen. Von der Marke MG war Jahrzehnte nichts mehr zu hören, bis sie in China reaktiviert wurde. Statt puristischer Roadster ziert das Markenzeichen nun moderne Elektro-SUV aus dem größten Autoland der Welt. Frisch im europäischen Programm ist der MG Marvel R Electric AWD. Das Fazit des Fahrberichts: Unbekannt, aber gelungen.

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(fds)