Donnerstag: O2 mit 50 Prozent 5G, smarte Thermostate als Last für das Stromnetz

O2-Netz im Ausbau + Studie zu Thermostaten + Bevölkerungsschutz mit KI + Frauen verklagen Uber + Google-Mitarbeiter unter Druck + heiseshow zu Balkonkraftwerken

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Mobilfunkmast auf dem Land

(Bild: swissdrone / Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Telefónica hat beim Ausbau seines 5G-Netzes einen Meilenstein erreicht. Das O2-Netz mit 5G erreicht inzwischen 50 Prozent der Bevölkerung Deutschlands – früher als geplant. Anders als geplant entpuppen sich smarte Thermostate nicht nur als grundsätzliche Energiesparer, sondern auch als temporäre Belastung für das Stromnetz. Die Programmierung sorgt nämlich für Spitzenlast, wenn elektrifizierte Heizungen tausender Haushalte morgens gleichzeitig anspringen. Damit es nicht erneut zu Todesfällen aufgrund von Katastrophen kommt, will die Bundesregierung den Bevölkerungsschutz durch künstliche Intelligenz verbessern – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Der Mobilfunkanbieter Telefónica kann nach eigenen Angaben 50 Prozent der Bevölkerung Deutschlands mit seinem O2-Netz nach 5G-Standard versorgen. Das Unternehmen habe sein für Ende dieses Jahres selbst gestecktes Ziel bereits im Juni erreicht. Nun hat Telefónica die Latte höher gelegt und will bis Ende 2022 mindestens 60 Prozent der Bewohner des Landes mit 5G-Mobilfunk versorgen können. Die gesamte Bevölkerung Deutschlands soll bis Ende 2025 mit 5G-Mobilfunk von O2 abgedeckt werden: O2 Telefónica will 50 Prozent 5G-Versorgung erreicht haben.

Großes Energiesparen versprechen Hersteller programmierbarer und speziell vernetzter Heizungsthermostate. Doch die Sache hat einen Pferdefuß: Die Programmierung führt dazu, dass sehr viele Heizungen morgens gleichzeitig anspringen. Je mehr Heizungen aus Umwelterwägungen elektrifiziert und mit programmierbaren Thermostaten bestückt werden, umso größer die morgendliche Spitzenlast im Stromnetz. Ein Grund dürfte sein, dass Nutzer die Werkseinstellungen nicht ändern. Das zeigt eine Studie zum Heizen: Programmierte Thermostate werden schwere Last für das Stromnetz.

Zum Jahrestag der Flutkatastrophe im Ahrtal hat das Bundeskabinett am Mittwoch eine "Strategie zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen" verabschiedet. Von Bundesinnenministerin Nancy Faeser kam parallel ein Programm zum "Neustart im Bevölkerungsschutz", um das Land besser "gegen Krisen und Klimafolgen" zu wappnen. Die neue deutsche Resilienzstrategie zielt auf passendere Vorbereitung ab. Dazu sollen bessere Daten zu Gefahren und Auswirkungen extremer Schäden und Wetterfolgen verhelfen: Regierung will Bevölkerungsschutz durch soziale Netze, KI und mehr Daten bessern.

Uber ist in den USA wegen sexueller Übergriffe und Gewalt von Fahrern mit einer Sammelklage von mehr als 500 Frauen konfrontiert. Die Klägerinnen werfen dem Unternehmen vor, jahrelang nicht genug gegen diese Probleme unternommen zu haben. Dem Management sei der Ernst der Lage seit 2014 klar gewesen. Trotzdem habe es seitdem viele weitere Fälle gegeben, die von Belästigungen bis hin zu Entführungen und Vergewaltigungen reichten. Jetzt läuft eine Sammelklage in den USA: Mehr als 500 Frauen verklagen Uber wegen sexueller Übergriffe von Fahrern.

Sundar Pichai, der CEO von Google und dessen Muttergesellschaft Alphabet, hat in einer internen E-Mail an die Belegschaft bekannt gegeben, der Konzern werde sein Einstellungstempo in der zweiten Hälfte dieses Jahres deutlich drosseln. Er beruft sich dabei auf die unsicheren globalen Wirtschaftsaussichten. Das Unternehmen werde dort konsolidieren, wo sich Investitionen überschnitten und außerdem Prozesse rationalisieren. In diesem Zuge fordert der Google-CEO die Belegschaft auf, härter zu arbeiten und unternehmerischer zu handeln.

Mini-Solaranlagen für Balkon und Garten stehen hoch im Kurs. Geringe Kosten und einfacher Aufbau locken. Doch ist das wirklich so? Die heiseshow klärt auf. Was müssen angehende Mini-Solaranlagen-Besitzer wissen, bevor sie loslegen? Welche Genehmigungen müssen vorher eingeholt werden? Was sagt der VDE dazu? Kann auch ein Mieter einfach eine Mini-Solaranlage aufstellen? Darüber und über viele weitere Fragen, auch aus dem Publikum, sprechen wir in einer neuen Folge der #heiseshow: Sind Balkonkraftwerke ein einfacher Weg zum Sonnenstrom?

Auch noch wichtig:

(fds)