Donnerstag: Online-Dating, Netflix-Manipulation, China-Supercomputer & -Telecom

Tinder-Alternativen im Kommen + Netflix versteckt kontroversen Film + Supercomputer im Exaflops-Bereich + heiseshow zu Fairphone 4 + Atomland Bangladesch

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Paar am Notebook betrachtet gemeinsam ein Papier

(Bild: WAYHOME studio/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Tinder war gestern, heute läuft die Partnersuche im Netz über Twitter, TikTok und sogar E-Mail-Newsletter. Netflix ist dagegen weiter populär, muss sich allerdings Kritik ob eines kontroversen Films gefallen lassen, den der Streaming-Dienst zunächst skandalös beworben und dann mittels Algorithmen versteckt hat – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Dating-Apps mögen schnell und einfach zu bedienen sein, aber Kritiker sagen, dass ihr Design und ihr Fokus auf Bilder die Menschen auf Karikaturen reduziert – ganz zu schweigen von unangenehmen und rassistischen Kommentaren, die ebenfalls zum schlechten Ruf beitragen. Menschen auf der Suche nach einer Beziehung haben die Nase voll von Apps und finden Inspiration bei Twitter, TikTok und sogar E-Mail-Newslettern: Die Partnersuche im Netz läuft jetzt anders.

Die #heiseshow widmet sich heute um 12 Uhr dem Fairphone 4: Wie wichtig sind Nachhaltigkeit und Modularität?

Netflix hat den Film "Cuties" in seinen Such- und Vorschlag-Algorithmen benachrangt, um die Kontroverse über den Film zu entschärfen. Offenbar wurde der umstrittene Spielfilm manuell von verschiedenen Vorschlagslisten gestrichen. Manipulierte Algorithmen sollten kontroversen Film "Cuties" bei Netflix verstecken.

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Kontrovers geht es auch beim Rennen um die schnellsten Superrechner der Welt zu. China arbeitet ebenso wie die USA, Japan und Europa seit Jahren an Supercomputern, die mehr als 1 Trillion Gleitkommaberechnungen pro Sekunde schaffen, also 1 Exaflops. Auf der nächsten Ausgabe der Top500-Liste könnte erstmals ein Exascale-System auftauchen – und sogar gleich zwei chinesische EFlops-Superrechner, denn bei Supercomputern ist China wohl schon im Exaflops-Bereich.

Chinesische Mobilfunkunternehmen sind auch in westlichen Ländern aktiv. Nun aber soll die US-Tochter der China Telecom ihre Dienste in den USA einstellen. Laut US-Regulierungsbehörde sei das Unternehmen unkooperativ, unehrlich und eine Gefahr für die Nationale Sicherheit. Deshalb soll China Telecom in den USA zusperren.

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Bangladesch ist dagegen auf dem Weg zum Atomland. Letzte Woche ist der erste Reaktor-Druckbehälter in das Atomkraftwerk in Ruppur eingebaut worden. 2023 soll Bangladeschs erstes Kernkraftwerk seinen Betrieb aufnehmen. Ein Blick in die Details lässt auch ohne Super-GAU schlimmes erwarten: Atomland Bangladesch – es wird ernst.

Auch noch wichtig:

  • Der Telekom-Konzern Telstra wird erstmals außerhalb Australiens im Geschäft mit Endkunden aktiv: Für 1,6 Milliarden US-Dollar übernimmt Telstra den Netzbetreiber Digitel Pacific mit Mobilfunknetzen in Fiji, Nauru, Papua-Neuguinea, Samoa, Tonga und Vanuatu. Das Geld dafür kommt überwiegend von der australischen Exportfinanzierungsagentur, die einen Kauf durch China verhindern möchte.
  • Zoom entfernt die Paywall einer wichtigen Funktion der Barrierefreiheit. Die automatischen Untertitel sind nun für alle verfügbar, nicht mehr nur für zahlende Abonnenten.
  • Das Max-Planck-Institut testet am Donnerstag sein fliegendes Sonnenobservatorium Sunrise III. Nächstes Jahr soll es in kälteren Gefilden seine Kreise ziehen: Sonnenobservatorium schwebt über Göttingen.

(fds)