Donnerstag: Qualcomm auch mit neuem Laptop-Prozessor, Musk warnt vor SpaceX-Ruin

Snapdragon für Notebooks + Musk-Warnung vor Bankrott + Russland-Drohung nach ISS-Leck + Schadenersatz für Tinder-Mitgründer + #heiseshow über Exascale-Rechner

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Geparktes Starship vor Sternenhimmel

(Bild: SpaceX)

Von
  • Frank Schräer

Nachdem Qualcomm gestern einen neuen Smartphone-Chip vorgestellt hatte, der die Vorgänger deutlich übertrumpft, folgt jetzt das Pendant für Notebooks. Die Redaktion ist allerdings wenig beeindruckt. Negativ beeindruckt ist hingegen Elon Musk vom aktuellen Stand bei SpaceX. Sollte es bei der Triebwerksproduktion nicht schneller gehen, drohe der Bankrott – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Qualcomm spendiert dem Notebook-Prozessor Snapdragon 8cx einen echten Nachfolger. Mit der "Gen 3" kommt ein großer Geschwindigkeitssprung für lüfterlose Notebooks, die im ersten Halbjahr 2022 erscheinen sollen. In mehrkernoptimierten Anwendungen soll die CPU-Leistung um bis zu 85 Prozent steigen, beim Singlethreading um bis zu 40 Prozent. Bei Betrachtung der Spezifikationen des Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 stellt sich aber eine Notebook-CPU heraus, die 2020 top gewesen wäre.

Ähnlich sieht es bei SpaceX aus: Wären die Raptor-Triebwerke und die Riesenrakete Starship letztes Jahr einsatzbereit für Missionen gewesen, hätte Elon Musk keine Probleme. Nun aber hat er intern davor gewarnt, dass das Raumfahrtunternehmen in ernsten Schwierigkeiten stecke und sogar der Bankrott drohe. Laut Musk sei die Triebwerksproduktion bei SpaceX ein "Desaster". Die Zahlungsunfähigkeit sei zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

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Probleme gab es auch auf der internationalen Raumstation ISS, als vor drei Jahren ein Leck in einer Sojus-Raumkapsel entdeckt wurde. Jetzt wirft die russische Raumfahrtagentur Roskosmos einer US-Astronautin vor, dieses Loch gebohrt zu haben, um eine Rückkehr zur Erde zu erzwingen. Die NASA habe das entschieden zurückgewiesen, aber trotzdem droht Russland der US-Astronautin mit Anklage aufgrund des Lecks auf der ISS.

Unstimmigkeiten sind bei Firmenübernahmen ebenfalls nicht ungewöhnlich, aber jetzt hat der Internetkonzern Match Group die Klage von Tinder-Mitarbeitern durch einen Vergleich beendet. Diese hatten dem Mutterunternehmen Finanzmanipulation vorgeworfen, wodurch sie um Aktienoptionen geprellt worden seien. Sie hatten Schadenersatz in Höhe von mindestens zwei Milliarden US-Dollar gefordert. Durch den Vergleich mit dem Mutterkonzern bekommen die Tinder-Mitgründer 441 Millionen Dollar.

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In der jüngsten Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt tauchen sie zwar nicht auf, aber in China arbeiten bereits die ersten beiden Exascale-Rechner. Sie können mehr als eine Trillion Gleitkommaberechnungen pro Sekunde ausführen – also einen Exaflop. In den USA und Europa lassen solch leistungsfähige Supercomputer noch auf sich warten. Was es mit den Exascale-Rechnern auf sich hat und ob sich die globalen Gewichte bei Supercomputern nun verschieben, besprechen wir in der #heiseshow: erste Exascale-Supercomputer im Einsatz – wie China alle überholt.

Auch noch wichtig:

(fds)