Donnerstag: Tesla-Rekorde, Alibaba-Retter, Maestro-Aus & Corona-Ingenieure

Tesla-Einnahmen deutlich im Plus + Alibaba-Interesse an Chiphersteller + IndexNow für Webmaster + Maestro-Karten vor dem Aus + Ingenieur-Vorgehen gegen Covid?

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Elektroauto beim Laden

(Bild: Shutterstock.com / buffaloboy)

Von
  • Frank Schräer

Tesla und Elektroautos sind nicht nur ein heißes Thema bei Technikinteressierten, es schlägt sich auch auf die Bilanz des Kfz-Herstellers mit einem Rekordquartal nieder. In China werden ebenfalls viele Elektroautos gebaut, aber bei der Chipfertigung hapert es noch. Nun will der Alibaba-Konzern dem in Schieflage geratenen Halbleiterhersteller Tsinghua Unigroup unter die Arme greifen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Elektroautohersteller Tesla hat im dritten Quartal 2021 13,8 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das ist ein neuer Rekord und 57 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig konnte das Unternehmen seinen Betriebsgewinn um fast 150 Prozent auf zwei Milliarden Dollar steigern. Der Reingewinn ist mit 1,6 Milliarden Dollar sogar annähernd fünfmal so hoch wie im dritten Quartal des Vorjahres. Damit schafft Tesla ein Rekordquartal.

Keine Rekorde, sondern eine Rettung ist das Ziel chinesischer Unternehmen, nachdem die insolvente Tsinghua Unigroup einer Umstrukturierung zugestimmt hat. Zu den sieben potenziellen Investoren gehört nur ein Privatunternehmen: die Alibaba-Gruppe. Die anderen Interessenten sind staatlich geführte oder mehrheitlich im staatlichen Besitz befindliche chinesische Firmen. Alibaba könnte chinesischen Chiphersteller Tsinghua Unigroup retten.

Sowohl für Suchende als auch für Betreiber von Webseiten ist es wichtig, dass aktuelle Informationen so schnell wie möglich in Suchergebnissen aufscheinen. Häufig sind die Crawler der Suchmaschinen der Flaschenhals. Mit dem Protokoll namens IndexNow möchten Microsoft und Yandex die Indizierung neuer Inhalte beschleunigen und gleichzeitig ihre Crawler entlasten, indem Webmaster mit IndexNow neue Inhalte an Suchmaschinen melden.

Das US-Unternehmen Mastercard wird seinen Debitkartendienst Maestro in Europa einstellen. Ab Juli 2023 können Banken und Sparkassen keine Maestro-Karten mehr ausgeben. Noch gültige Karten werden bis zum Ablaufdatum aber weiter unterstützt. Sollte auch Visa seinen vergleichbaren Dienst einstellen, steht die europäische Finanzbranche vor einem Umbruch, nachdem Maestro-Karten in Europa vor dem Aus stehen.

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(fds)