Donnerstag: Vodafone-Ärger, Clubhouse-Freiheit, Windows- & Linux-Lücken

Vertriebspartner betrügen Vodafone + Clubhouse ohne Einladung + HiveNightmare & Root-Kernel-Lücken + Satelliten-Internet für Flutopfer + Klimawandel-Aussichten

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Häuser im Hochwasser

(Bild: Shutterstock/2M media)

Von
  • Frank Schräer

Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands und der damit verbundene Klimawandel sowie dessen Auswirkungen sind immer noch in aller Munde, aber aktuell dreht sich vieles auch um verschiedene Sicherheitslücken in Windows- und Linux-Betriebssystemen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Der Telekommunikationskonzern Vodafone geht gegen Vertriebspartner vor, die Kunden und das Unternehmen betrogen haben sollen. Es gehe im Wesentlichen um Vertragsabschlüsse und Buchungen von Angeboten ohne Zustimmung der Kunden, teilte Vodafone mit. Daneben gäbe es Indizien, dass Vertriebspartner gegen den Datenschutz verstoßen hätten. Vodafone erstattet Strafanzeige gegen die Beteiligten und hat Partneragenturen außerordentlich gekündigt.

Die Talk-App Clubhouse, die in der Corona-Pandemie ihren großen Moment hatte, hat dagegen niemandem gekündigt – im Gegenteil: Sie öffnet sich nach mehr als einem Jahr für alle. Bisher musste man von einem Nutzer eingeladen werden. Clubhouse ist eine Audio-App, bei der man Live-Gesprächen zuhören und sich auch aktiv an Diskussionen beteiligen kann. Nach Abschluss der Beta-Phase hebt Clubhouse die Beitrittshürde auf.

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Nach dem PrinterNightMare folgt jetzt das HiveNightmare: Seit Windows 10 Version 1809 werden die Zugriffsrechte für die SAM-Datenbank (Security Account Manager) in bestimmten Szenarien fehlerhaft gesetzt und verursachen damit eine Sicherheitslücke in Windows 10 und 11. HiveNightmare ist benannt nach den Strukturdateien, sogenannten Hives, im Windows-Ordner. Durch Zugriff darauf können Nutzer die Windows-Passwort-Datenbank auslesen.

Das ist aber nicht die einzige aktuelle Sicherheitslücke der IT-Welt, denn viele Linux-Distributionen sind in den Standardeinstellungen verwundbar. Nach erfolgreichen Attacken könnten sich Angreifer Root-Rechte aneignen. In dieser Position könnten sie Systeme in der Regel vollständig kompromittieren. Die Root-Kernel-Lücke bedroht viele Linux-Distributionen, aber Sicherheitspatches sind verfügbar.

Weil auch Tage nach den verheerenden Überflutungen in Rheinland-Pfalz noch immer Gebiete ohne Anschluss an das Internet auskommen müssen, hat das Land 12 Starlink-Satellitenschüsseln aufgestellt. Menschen vor Ort können sich in das darüber verfügbare WLAN einwählen und einen Zugang zum Internet herstellen, der Zugang ist kostenlos. Rheinland-Pfalz stellt Starlink-Antennen auf, damit die Menschen vor Ort online um Hilfe bitten oder Aufräumarbeiten koordinieren können.

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Die Hochwasserkatastrophe in Deutschlands Westen hat neuen Druck im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel erzeugt. Kurz zuvor hatte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung eine Analyse zu klimatischen Veränderungen in der Bundesrepublik vorgelegt. Demnach wird es hierzulande etwa bis 2060 deutlich mehr Hitzetage und weniger harte Winter geben. Düstere Aussichten? Wie der Klimawandel Deutschland verändern könnte.

Auch noch wichtig:

(fds)