DuckDuckGo als Mail-Anbieter für Weiterleitungen und Tracking-Blocker

Die ursprüngliche Suchmaschine DuckDuckGo will künftig E-Mail-Adressen anbieten. Diese sollen per Weiterleitung besonderen Schutz bieten.

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(Bild: DuckDuckGo Blogbeitrag)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Nicht mehr nur die Suche soll via DuckDuckGo besonders geschützt werden, auch E-Mails unterliegen künftig dem Schutz des Anbieters. Noch läuft allerdings nur eine geschlossene Betaphase, zu der es eine Einladung braucht, es gibt eine Warteliste. Bald sollen dann aber kostenlose E-Mail-Adressen auf @duck.com enden.

Der Clou an den DuckDuckGo-Mails soll dabei sein, dass die originale Adresse gar nicht herausgegeben werden muss, sondern der Dienst automatisch Abwandlungen erstellt. Eingehende Mails werden dann weitergeleitet auf die eigentliche Adresse, auch bei einem anderen Dienst. Dabei werden außerdem zunächst alle Tracker entfernt. Indem man nie seine richtige E-Mail-Adresse bei anderen Diensten angibt, wird man besser vor Spam-Mails geschützt, auch ist es schwerer, Daten zu stehlen – so Sinn und Zweck laut DuckDuckGo.

Mozilla und Apple haben bereits ähnliche Dienste im Portfolio. Firefox Relay generiert ebenfalls E-Mail-Adresse als Aliasse, mit denen sich Nutzerinnen und Nutzer im Web anmelden können, ohne ihre richtige Adresse mitteilen zu müssen. Erstellte Adresse sind dabei sogar nachträglich löschbar. Um den Dienst nutzen zu können, muss man eine Erweiterung für den Browser installieren.

Apple blockiert Tracking-Pixel in Werbemails, mit denen Unternehmen in der Regel erfahren können, ob etwa eine Mail geöffnet wurde. Auch die dazugehörige IP-Adresse ist für sie dann nicht mehr sichtbar. Safari agiert ähnlich und zeigt Trackern nur eine vorgeschaltete IP an.

DuckDuckGo verspricht auch, dass eingehende Mails nie bei ihnen gespeichert werden, der Anbieter kennt nur die Empfängeradresse. Erstellen lassen sich die E-Mail-Adressen dann künftig in der App sowie einer Extension. Der Dienst soll kostenlos sein.

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(emw)