Dudenhöffer: Mehrwertsteuer für Autokauf aussetzen

Ferdinand Dudenhöffer hat einen Verzicht auf die Mehrwertsteuer bei hochwertigen Konsumgütern wie Autos vorgeschlagen.

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Der Verzicht auf die Mehrwertsteuer würde teure Güter schlagartig 19 Prozent günstiger machen.

(Bild: Daimler)

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Eine derartige Maßnahme könne in der Corona-Krise die private Nachfrage wieder in Gang bringen, sagte der Wissenschaftler der Universität St. Gallen. Nachfrage-Impulse seien wichtig, damit die Hersteller und ihre Zulieferer in der aktuellen Flaute nicht ihre Kapazitäten und damit Arbeitsplätze abbauten.

Dudenhöffer zeigte sich skeptisch, ob allein mit den Instrumenten der Kurzarbeit und Liquiditätshilfen die deutsche Automobilindustrie durch die Krise gebracht werden könnte. Staatliche Finanzierungsbeiträge könnten nur eine kurze Brücke sein. Von den Autoherstellern verlangte er mehr und preisgünstige Angebote für Auto-Abos inklusive aller Kosten. Den Kunden müsse zudem ein Sonderkündigungsrecht etwa bei Jobverlust eingeräumt werden.

Ein zusätzlicher Vorteil einer Mehrwertsteuer-Pause wäre, so Experte Dudenhöffer, dass dadurch keine Finanzkredite aufgenommen werden müssten. „Steuereinnahmen werden zwar reduziert, aber nur dann, wenn gleichzeitig konsumschaffend Ausgaben getätigt werden.“ Die Mehrwertsteueraussetzung könnte zudem einen weiteren Schub für die Elektromobilität in Deutschland bedeuten. Zusammen mit der Kaufprämie in Höhe würde ein attraktives Angebot entstehen.

(mfz)