Dynamic Island und Live-Aktivitäten: Apple wünscht werbefreie Zone

Apps können bald Dinge auf iPhone-Sperrbildschirmen und dem Homescreen des iPhone 14 Pro einblenden. Werbung sei dabei zu "vermeiden", heißt es bei Apple.

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iPhone 14 Pro Dynamic Island

Auf dem iPhone 14 Pro erscheinen Live-Aktivitäten auch im Dynamic Island. Andere iPhones zeigen sie auf Sperrbildschirm und als Mitteilungen an.

Von
  • Leo Becker

Bitte kein Spam auf iPhone-Sperrbildschirm und im Dynamic Island: Vor dem Start von iOS 16.1 hat Apple iOS-Entwickler dazu aufgefordert, die neuen "Live-Aktivitäten" nicht für Werbeeinblendungen zweckzuentfremden. App-Anbieter sollen es "vermeiden", eine Live-Aktivität für die Anzeige von Werbung und Promotion-Aktionen zu verwenden, schreibt Apple in einer neuen Fassung der Richtlinien für die Gestaltung von Bedienoberflächen. Die Live-Aktivitäten sollen Nutzer über aktuelle Ereignisse und Aufgaben im Bild halten und deshalb nur damit direkt in Verbindung stehende Informationen zeigen.

Live-Aktivitäten sind eine Mischung aus Mitteilung und Widget, die Apple mit dem nächsten größeren Update für iOS 16 einführen will. Auf dem Sperrbildschirm können diese über viele Stunden fest eingeblendet werden, auf iPhone 14 Pro und 14 Pro Max erscheinen sie zudem prominent im Notch-Nachfolger "Dynamic Island" und sind damit dauerhaft sowohl auf dem Homescreen als auch in Apps im Blick. In Ermangelung eines Dynamic Islands erscheinen Updates einer Live-Aktivität auf allen anderen iPhone-Modellreihen als Banner-Mitteilung für kurze Zeit am oberen Bildschirmrand – wie man es beim Eingang neuer Nachrichten kennt.

Apps können dabei selbst entscheiden, was sie als wichtig genug erachten, um den Nutzer auf ein Update hinzuweisen. Zudem ist es Apps möglich, eine Live-Aktivität auch selbst zu starten – Apple empfiehlt Entwicklern allerdings, dem Nutzer etwa einen Button zum manuellen Start sowie zum Beenden einer Live-Aktivität anbieten. Die Live-Anzeigen sollten nicht länger als acht Stunden laufen, heißt es in Apples Richtlinien. Nutzer können Apps, die auf diesem Wege lästige Werbung einblenden, auch die Berechtigung zur Anzeige der Live-Aktivitäten entziehen.

Inwiefern Apple aktiv gegen Werbeeinblendungen in dem neuen Format vorgeht, bleibt abzuwarten. Die Verwendung von Push-Mitteilungen für Werbebotschaften war von Apple ursprünglich klar untersagt, im Alltag hielten sich aber viele Apps nicht daran. Inzwischen hat Apple das einstige Verbot abgeschwächt: Push-Nachrichten dürfen doch für Werbung und Direktmarketing genutzt werden, wenn Nutzer dem "explizit zugestimmt" haben und es eine Opt-Out-Möglichkeit gibt. Auch diese Vorgaben übergehen so manche Apps aber gerne.

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(lbe)