E-Autos: Northvolt liefert Batteriezellen an BMW

BMW holt sich mit Northvolt einen dritten Lieferanten für Batteriezellen. Die Schweden spielen damit eine noch größere Rolle auf den europäischen E-Automarkt.

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Die Batteriezellen bezieht BMW von Zulieferern, den Zusammenbau erledigt der Konzern selbst.

(Bild: BMW)

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  • dpa

BMW hat mit Northvolt einen Langzeit-Liefervertrag für Batteriezellen geschlossen. Das schwedische Unternehmen soll ab 2024 Zellen liefert. Mit einem Vertragsvolumen von zwei Milliarden Euro werden die Batteriezellen im nordschwedischen Skellefteå im Werk Northvolt Ett gefertigt. Derzeit befindet sich die Gigafactory noch im Bau. Zur Laufzeit des Vertrags machte BMW keine Angaben. "Mit Northvolt haben wir einen dritten Batteriezell-Lieferanten gewonnen, neben unseren bisherigen Partnern CATL und Samsung SDI", sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt. "Der Vertragsabschluss ist ein weiterer Schritt, um unseren steigenden Bedarf an Batteriezellen langfristig abzusichern."

Vom chinesischen Hersteller CATL bezieht BMW künftig ebenfalls aus Europa Batteriezellen: Im Bau befindet sich derzeit ein Werk in Erfurt. Bereits seit 2018 kooperiert BMW mit dem 2016 gegründeten Start-up Northvolt und beteiligte sich finanziell. Northvolt arbeitet auch mit Volkswagen zusammen: Die beiden Unternehmen bauen derzeit eine Fertigung von Batteriezellen in Salzgitter auf. Dort wurden bisher Verbrennungsmotoren von Volkswagen gebaut.

Für seine E-Fahrzeuge kauft BMW Zellen zu, fertigt die Batterien jedoch selbst. Dafür betreibt das Unternehmen in München das "Kompetenzzentrum Batteriezelle". Die Fertigung der Batterien erfolgt in den BMW-Werken Dingolfing, im US-Amerikanischen Spartanburg und im chinesichen BBA-Werk Shenyang (China). In Thailand arbeitet BMW mit Dräxlmaier zusammen.

BMW verspricht beim Bau seiner Fahrzeuge Nachhaltigkeit: So wird die für den Bau der Zellen in Skellefteå die Energie zu 100 Prozent aus Wind- und Wasserkraft gewonnen. Die Rohstoffe Kobalt und Lithium beziehen BMW und Northvolt künftig aus Minen, welche Anforderungen an Nachhaltigkeit beider Unternehmen zu erfüllen haben. Ab der fünften Generation der Elektroantriebe, die Ende 2020 startet, will BMW komplett auf den Einsatz von Seltenen Erden verzichten.

Insgesamt 25 elektrifizierte Modelle will BMW bis 2023 anbieten. Mehr als die Hälfte soll vollelektrisch betrieben werden. Bis Ende 2021 will der Konzern fünf vollelektrische Serienfahrzeuge auf dem Markt haben: Die Produktion Mini Cooper SE startete 2019. Im laufenden Jahr folgt der iX3, der Ende 2020 zunächst in China auf den Markt kommt – Europa wird vermutlich Anfang 2021 folgen. Mitte 2021 sollen iNEXT und i4 auf die Straße kommen. Hinzu kommt der BMW i3, der allerdings keinen direkten Nachfolger bekommen soll. BMW rechnet damit, bis 2021 den Absatz seiner elektrifizierten Fahrzeuge gegenüber 2019 zu verdoppeln. Bis 2025 soll der weltweite Absatz jährlich um über 30 Prozent steigen.

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(mfz)