E-Rezept: RISE sichert die Identitäten ab

Die österreichische Research Industrial Systems Engineering (RISE) wird den Identity Provider-Fachdienst für das elektronische Rezept betreiben.

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Gematik-Geschäftsführer Dr. med. Markus Leyck Dieken und RISE-Chef Dr. Thomas Grechenig.

(Bild: Gematik / Mandy Kloetzer)

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  • Detlef Borchers

Die österreichische Research Industrial Systems Engineering (RISE) hat von der Projektgesellschaft Gematik den Zuschlag als Identitätsprüfdienst für das E-Rezept erhalten. RISE setzt bei der Überprüfung der Identität von Ärzten, Krankenhäusern und Apothekern nach den Vorgaben der Gematik auf den Standard OpenID, der auf OAuth 2.0 aufbaut.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass IBM den Teil des Dienstes stellt, der die E-Rezepte speichert, bis sie von der Apotheke abgerufen werden. Die Trennung des E-Rezept-Verfahrens in zwei unterschiedliche Dienste, bereitgestellt durch jeweils voneinander unabhängigen Unternehmen, entspricht dem Gedanken des Datenschutzes.

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Das E-Rezept für Arzneimittel soll ab dem 1. Juli 2021 ausgegeben werden und ab dem 1. Januar 2022 zum allgemeinen Standard werden. Betäubungsmittel-Rezepte, grüne Rezepte und ärztliche Verordnungen sollen später folgen.

Mit OpenID Connect entsteht ein Verbundnetzwerk (federated network), in dem langfristig auch die Identität und der Versicherungsschutz von Patienten geprüft werden kann. Dies soll es künftig ermöglichen, dass eine elektronische Gesundheitskarte beim Arztbesuch nicht mehr vorgezeigt werden muss, sondern allein das Smartphone mit dem Identitätsnachweis präsentiert werden muss.


(anw)