E-Stehroller-Anbieter schätzen im Rhein in Köln versenkte Roller auf rund 100

Nach Untersuchungen mit Sonar und Tauchgängen teilte der Zusammenschluss der Verleihfirmen PSM mit, dass wohl "nur" rund 100 E-Stehroller im Rhein liegen.

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Bergung von 11 E-Scootern am Rheinboulevard am 18.08.2021. V.l.n.r Christian Stock, Kirill Tiukavin, Jan Odenthal vom Verein Krake

(Bild: KRAKE e.V.)

Von
  • Florian Pillau

Über die Zahl der im Rhein in Köln versenkten E-Stehroller wurde wochenlang spekuliert: Die Anbieter gehen nach einer ersten Bergungsaktion nun von etwa 100 Geräten auf dem Grund des Flusses aus. Das teilte die Plattform Shared Mobility (PSM) mit, ein Zusammenschluss der Verleihfirmen. Am Montag und Dienstag hatten Taucher im Auftrag der Plattform elf E-Scooter aus dem Rheinauhafen geborgen.

"Wir erwarten bei den nächsten Tauchgängen, insbesondere in den Brückenbereichen, einige Cluster, aber Fakt ist, dass die anfänglich kolportierte Zahl zu hoch angesetzt war", sagte Sebastian Schlebusch, Sprecher der Arbeitsgruppe Mikromobilität der PSM. Frühere Schätzungen unter anderem von Umweltschützern gingen von bis zu 500 versenkten E-Stehrollern aus.

Befürchtet wird, dass in den Rhein geworfene E-Stehroller eine Gefahr für die Umwelt darstellen könnten. Das sei bei den gefundenen Rollern allerdings nicht der Fall gewesen, teilte PSM mit. "Es gab keine Anzeichen von beschädigten Batterien oder damit einhergehenden Umweltproblemen."

An der geplanten weiteren Bergung von E-Scootern aus anderen Bereichen des Rheins halten die Anbieter trotz der kleinen Ausbeute beim ersten Anlauf fest. "Wir werden jede einzelne potenzielle Fundstelle, die vom Sonarboot identifiziert wurde, abtauchen, so wie bereits im Rheinauhafen geschehen", sagte Schlebusch. Dafür müsse man aber zunächst auf die Verfügbarkeit der Spezialkranschiffe mit einem Strömungsschild warten.

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(fpi)