EU-Prozessor: Entwicklung jetzt auch in Deutschland

SiPearl entwickelt CPU-Technik für die European Processor Initiative (EPI) auch am Standort Duisburg.

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(Bild: SiPearl)

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Die Firma SiPearl eröffnet in Duisburg ihre erste Niederlassung außerhalb von Frankreich. Unter der Leitung von Dr. Frank Gorris, der zuvor für Intels verkaufte Modem-Sparte tätig war, fangen im Juni zunächst sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der SiPearl GmbH an. Sie arbeiten an der Entwicklung von Prozessoren im Rahmen der European Processor Initiative (EPI), die unter anderem auf ARM- und RISC-V-Technik setzt.

EPI will europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen Zugriff auf konkurrenzfähige Prozessoren beschaffen, um die Abhängigkeit von den USA und China zu reduzieren. Als erstes konkretes EPI-Produkt soll 2021 der Allzweckprozessor (General Purpose Processor, GPP) der ersten Generation namens Rhea kommen.

Später sind optimierte Prozessoren und Rechenbeschleuniger für Supercomputer, KI, autonome Fahrzeuge, Luft- und Raumfahrt, Rüstungstechnik und kritische Infrastrukturen (KRITIS) geplant.

Die EU finanziert das EPI-Teilprojekt SGA1 bis Ende 2021 mit fast 80 Millionen Euro. Zu den deutschen EPI-Kooperationspartnern gehören BMW, die Conti-Tochter Elektrobit Automotive, Extoll, Infineon, das Forschungszentrum Jülich, das ITIV am KIT Karlsruhe und das Fraunhofer-Institut ITWM in Kaiserslautern. Die deutsche SiPearl-Niederlassung soll den Kontakt zu diesen Partnern stärken. (ciw)