Effizient coden, Ressourcen sparen: Projekt zeigt Wege zu grünerer Software

Das Projekt "Potentials of Green Coding" will die Entwicklung nachhaltiger machen. Das soll bereits in der Lehre beginnen und auch in der Wirtschaft Fuß fassen.

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(Bild: lovelyday12/Shutterstock.com)

Von
  • Jonas Volkert

Ineffizienter Code ist wegen unnötigem Ressourcenbedarf oft eine Belastung für die Umwelt. Das Projekt "Potentials of Green Coding", das die Gesellschaft für Informatik (GI), die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin und der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier gemeinsam gestartet haben, soll dieses Problem angehen.

Bislang, so die Projektpartner, würde das Konzept Green-Code isoliert in Forschung, Lehre und wirtschaftlichen Kontexten betrachtet. So könne es sich langfristig aber nicht durchsetzen. Deshalb zielen sie sowohl auf die Lehre an Universitäten als auch auf die Wirtschaft. Nur so könne die Transformation gelingen, schreiben sie in einer Pressemitteilung zum Start.

Dazu soll das Projekt zunächst in einer Bestandsaufnahme festhalten, welche Green-Coding-Konzepte bereits wo zum Einsatz kommen, sagt Volker Wohlgemuth von der HTW Berlin. Dabei wolle man auch analysieren, wie die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Dimensionen der IT zusammenhängen.

Im nächsten Schritt betrachte man die Lehre und werde Konzepte entwickeln, wie Green-Coding auch in universitäre Lehrpläne integrierbar ist. Der Wirtschaft möchte man außerdem Wege zeigen, wie sich die unvermeidlichen negativen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Umwelt mit effizientem Code zumindest reduzieren lassen.

Zwar sei inzwischen durchaus bekannt, dass Software zum einen einen großen Einfluss auf die Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz von Hardware, etwa durch softwareseitig erzeugte Mehrlasten hat. Zum anderen könne sie aber auch selbst schnell zum Verursacher von Ressourcenverschwendung werden, beispielsweise bei automatisiertem, unkontrolliertem Data Mining.

Dennoch fehle es bislang an großflächigen Vorgaben und Hinweisen dazu, was nachhaltigen Code ausmache. Der neue ‚Blaue Engel für ressourcen- und energieeffiziente Softwareprodukte‘ sei zwei ein guter Anfang, es handle sich aber um eine freiwillige Zertifizierung und auch sonst müsse"noch einiges mehr getan werden, um das Bewusstsein für umwelt- und energiebewusstes Programmieren" zu steigern, hält Stefan Naumann vom Umwelt-Campus Birkenfeld fest.

Zu Green Code und ressourcenschonender Softwarentwicklung:
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(Bild: Aon Khanisorn/Shutterstock.com)

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(jvo)