Ehemalige Diem-Entwickler bauen Blockchain unter dem Namen Aptos

Metas Kryptowährung Diem ist Geschichte, nun bauen ehemalige Diem-Entwickler eine eigene Blockchain auf. Das Projekt nennt sich Aptos.

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(Bild: ANDREI ASKIRKA/Shutterstock.com)

Von
  • Greta Friedrich

Entwickler von Metas Kryptowährung Diem bauen eine eigene Blockchain unter dem Namen Aptos auf. Meta hatte Diem, früher Libra, Anfang des Jahres aufgegeben und die Technik dahinter verkauft. Eine Gruppe ehemaliger Diem-Entwicklerinnen und -Entwickler will das Know-how dieses Projektes nutzen. Gründer von Aptos sind Mo Shaikh und Avery Ching, beide haben zuvor bei der Meta-Tochter Novi gearbeitet.

Ziel von Aptos sei es, die "sicherste und am besten skalierbare Layer-1-Blockchain" zu entwickeln, so die Gründer in einem Blogpost im Portal Medium. Die Entwickler möchten mit ihrer Blockchain die Akzeptanz für die Technologie selbst erhöhen. Meta hat die Technologie hinter Diem an die kalifornische Bank Silvergate verkauft. Doch weil große Teile der Technologie unter Open-Source-Lizenz liefen, kann Aptos diese als Basis nutzen. Außerdem verwenden die Entwickler die Sprache "Move", die ursprünglich als Sprache für Smart Contracts auf der Diem-Blockchain entwickelt wurde.

In den nächsten Wochen sollen Entwicklerinnen und Entwickler weltweit im Devnet von Aptos die Möglichkeit bekommen, das Projekt zu untersuchen. Ein Testnet soll folgen und das Mainnet soll noch in diesem Jahr kommen. Ob man zunächst auch wie bei Diem eine geschlossene Blockchain anstrebt, in der nur feste Partner einen Node betreiben dürften, und später eine Öffnung anstrebt, blieb noch unklar.

Laut dem Fachdienst coindesk.com, der sich auf anonyme Quellen beruft, hat Aptos bereits 200 Millionen Dollar gesammelt, um seine Blockchain zu finanzieren. Potenziellen Investoren habe man "Libra ohne Facebook" angekündigt, wolle den Fokus aber auf NFTs legen, weniger auf grenzübergreifende Zahlungen.

Der Name "Aptos" ist ein Wort aus der Sprache der Muwekma Ohlone und bedeutet so viel wie "the people", also "das Volk" oder "die Menschen". Dies soll laut Aptos' Blogpost das Ethos des Projektes widerspiegeln, als offene Gemeinschaft zu arbeiten. Die Muwekma Ohlone sind eine indigene Volksgruppe in der Gegend um die Bucht von San Francisco.

(gref)