Einkaufen bei Apple: Nutzer müssen sich auf Verzögerungen einstellen

Besonders Macs und Zubehör sind aktuell nur schwer zu kriegen. Der chinesische Lockdown schlägt nun voll durch.

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(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Wer aktuell bei Apple – egal ob online oder in einem der Ladengeschäfte – bestimmte Produkte erwerben möchte, muss sich auf langwierige Wartezeiten einstellen. Das betrifft mittlerweile erstaunlich viele Geräte, darunter auch Hardware, die bereits seit langem auf dem Markt ist.

Grund ist der nach wie vor nicht komplett gelockerte Lockdown in Shanghai und anderen chinesischen Städten, in den Apple seine Produktion hat oder Komponentenhersteller ansässig sind. Nachdem das Unternehmen lange gut durch die Corona-Krise gekommen ist, sorgt die harte Zero-COVID-Politik Pekings seit Wochen für Probleme. Apple erwartet Umsatzeinbußen von bis zu 8 Milliarden US-Dollar.

Wie ein Blick in Apples hauseigenen Online-Laden zeigt, sind die Lieferprobleme nicht mehr nur auf (relativ) neue Produkte wie das MacBook Pro mit M1 Max und M1 Pro oder Mac Studio samt Studio Display beschränkt. Hier wartet man bis Juli oder gar bis August, falls man heute bestellt. Ausnahmen bilden nur die kleinsten Modelle des Mac Studio, die ab Juni verfügbar sind.

Bei MacBook Air mit M1-Chip, das Apple bereits 2020 auf den Markt gebracht hatte, läuft es in der Produktion ebenfalls nur langsam. Hier wird man sowohl in deutschen Apple-Läden als auch im Online-Laden des Konzerns erst Mitte bis Ende Juli versorgt. Ähnliche lange Lieferzeiten betreffen den iMac und das Apple Pro Display XDR. Bei den Mobilgeräten ist die Lage etwas besser: iPad Air und iPad Pro gibt es bis Juni, beim iPhone hat Apple Bestände.

Hilfreich kann es sein, nach den bei Apple nicht verfügbaren Produkten im freien Handel nachzusehen. Dort ist die Hardware häufiger noch in Beständen verfügbar, auch wenn sich dort die Lager leeren. Apple selbst hat als Hersteller natürlich die besten Zugriffsmöglichkeiten auf die Produkte, weshalb die Verfügbarkeitsangaben dort stets ein Warnsignal sind.

Wenn schon alte Produkte nicht erhältlich sind, fragt sich die Szene, was mit den brandneuen Geräten wird, die etwa zur WWDC 2022 im Juni erwartet werden. So schreibt etwa der Bloomberg-Journalist Mark Gurman, der in seinem letzten Newsletter einen Verfügbarkeitscheck der Apple-Geräte für den US-Markt gemacht hat, was mit den geplanten neuen Macs – darunter neue MacBook-Air-Modelle – werden wird, wenn die Liefer- und Herstellungsprobleme sich nicht auflösen. "Wenn Apple nicht mal seine aktuellen Macs liefern kann, wie soll das Unternehmen dann neue vorstellen?"

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(bsc)