Elektro-Luxusauto: Faraday Future sieht sich gut im Plan

Der Bau der Fabrik und der Produktonsanlagen mache derartige Fortschritte, dass die Produktion des FF91 im Juli 2022 beginnen kann, betont das Startup.

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(Bild: Faraday Future)

Von
  • Andreas Wilkens

Das als Tesla-Konkurrent angetretene Elektroauto-Startup Faraday Future bekräftigt seinen Plan, sein Luxusauto FF91 im Juli kommenden Jahres auf den Markt zu bringen. Das Werk im kalifornischen Hanford, das seit Juli dieses Jahres errichtet wird, mache gute Fortschritte, teilte Faraday Future mit. Der FF91 solle zunächst in kleiner Stückzahl produziert werden.

Die Fertigung des FF91 unterscheide sich in manchen Punkten von einer gewöhnlichen Serienproduktion, betont Faraday Future. Gefragt seien modernste Technik mit automatisierten Produktionsprozessen und gleichzeitig Handwerkskunst, damit jedes Fahrzeug an den Geschmack jedes einzelnen Kunden anzupassen. Inzwischen seien unter anderem die Stanzformen für den FF91 und Fahrzeugmontagesysteme fertiggestellt, die Karosseriemontage und die Lackiererei automatisiert worden.

Die drei Elektromotoren des FF91 sollen das Fahrzeug mit 770 kW in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringen können. Eine volle Akkuladung sorge für 480 km Reichweite, heißt es in der Beschreibung des Elektroautos. Eine Testfahrt damit konnten die Kollegen der c't Anfang 2020 auf der CES unternehmen.

Faraday Future hatte sich zur Gründung 2014 groß als Tesla-Herausforderer präsentiert. Doch dann kam das Unternehmen schnell in die Krise durch finanzielle Turbulenzen des chinesischen Hauptinvestors. Seit Herbst 2019 arbeitet FF an einem Neustart mit Carsten Breitfeld an der Spitze. Breitfeld hatte einst bei BMW die Entwicklung des Elektrohybrid-Sportwagens i8 beaufsichtigt.

Elektro-Luxusauto FF91 (16 Bilder)

Der FF91 soll ab Juli 2022 zunächst in kleiner Stückzahl gebaut werden.
(Bild: Faraday Future)

Dieses Jahr fusioniert Faraday Future mit Property Solutions und gelangte so an die Börse. Dieser Börsengang habe für Kapital gesorgt, mit dem der FF91 verbessert und gebaut werden könne, schreibt das Unternehmen. In dem Zusammenhang richtete es sein Augenmerk auch auf das nächste Modell, das FF81 heißen und kleiner als der FF91 werden soll.

Der Stand der Dinge in Hanford.

(anw)