Elektroautos: Südkorea möchte ein Tesla-Werk im Land

Yoon Suk Yeol, der Präsident von Südkorea, regt Elon Musk an, eine Tesla-Fabrik in seinem Land zu errichten. Musk sagt, er sehe Südkorea als Top-Kandidaten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 21 Beiträge

Teslawerk im kalifornischen Fremont

(Bild: Tesla)

Von
  • Florian Pillau
  • mit Material der dpa

Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol hat bei Tesla-Chef Elon Musk vorgesprochen. Er möchte erreichen, dass Musks Elektroautofirma Tesla eine Elektroauto-Fabrik in dem ostasiatischen Land baut. So warb Yoon laut seinem Büro in einem Online-Gespräch mit Musk für Südkorea, das erstklassige Investitionsbedingungen und "ein industrielles Fahrzeug-Ökosystem von Weltrang" biete.

Er sehe Südkorea als einen der Top-Kandidaten für Investitionsstandorte, habe Musk erwidert. Er werde eine Entscheidung treffen, nachdem er die Investitionsbedingungen in anderen asiatischen Ländern einschließlich des Arbeitsmarkts und des Produktionsumfelds überprüft habe.

Der Chef des Elektroauto-Herstellers äußerte den Angaben zufolge zudem die Absicht, in die Ladeinfrastrukur in Südkorea zu investieren. Tesla werde aus Südkorea bereits mit Komponenten für autonomes Fahren und künstliche Intelligenz beliefert. Sein Unternehmen erwarte, dass sich der Wert der Lieferungen aus Südkorea im nächsten Jahr auf mehr als zehn Milliarden Dollar (9,68 Milliarden Euro) belaufen werden.

Tesla hat im März die Produktion von Elektroautos im brandenburgischen Grünheide aufgenommen und stellt in seiner einzigen Fabrik in Europa etwa 2000 Autos pro Woche her.

Indes hat Musk Investitionen in ein angeschlossenes Batteriewerk zurückgestellt, nachdem die US-Regierung ein protektionistisches Gesetz auf den Weg gebracht hat. Der vom US-Parlament im August beschlossene "Inflation Reduction Act" sieht unter anderem finanzielle Anreize für die Elektroauto- und Batterieproduktion vor.

(fpi)