Elektroauto mit Solarmodulen: Sono Motors lässt Prototypen von Roding bauen

Wie schon die Vorgänger von 2017 sollen auch die neuen Prototypen im Bayerischen Wald gefertigt werden.

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Vor der Konstruktion des Rohbaus wird das CAD-Modell angepasst, um es für die Fertigung vorzubereiten

(Bild: Sono Motors)

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Das Startup Sono Motors lässt seine nächsten Prototypen eines Elektroautos mit Solarmodulen auf der Karosserie von Roding bauen. Die dafür nötigen CAD-Daten seien nun übergeben worden, teilte Sono mit. Vermutlich würden die neuen Prototypen unter anderem wegen der Coronavirus-Pandemie nicht wie ursprünglich geplant im September, sondern erst im November fertig sein.

Sono Motors hatte im Januar dieses Jahres ein Crowdfunding abgeschlossen und damit 53 Millionen Euro eingesammelt. Das Münchner Unternehmen hatte am 2. Dezember 2019 nach gescheiterten Verhandlungen mit herkömmlichen Investoren die Kampagne initiiert. Mit dem Geld sollen die Prototypen gebaut werden. Ursprünglich sollten es vier werden, nun sind zwei geplant. Für die im schwedischen Trollhättan vorgesehene Produktion müsste Sono Motors weiteres Geld einsammeln.

Roding Automobile, in der gleichnamigen Stadt im Bayerischen Wald ansässig, ist spezialisiert auf Leichtbau und Elektromobilität unter anderem in der Automobilbranche. Das Unternehmen baut als Dienstleister nach eigenen Angaben "zukunftsfähige" Prototypen und Konzeptfahrzeuge.

Seriendesign des Elektrosolarautos Sion (33 Bilder)

Seit Ende August 2019 steht fest, wie das Interieur des Sion aussehen soll.
(Bild: Sono Motors)

Sono Motors hatte seine ersten beiden Sion-Prototypen 2017 ebenfalls von Roding bauen lassen, im Bayerischen Wald wurden sie auch vor und nach Testfahrten gewartet. Die neuen Prototypen seien nun nötig geworden, weil der damalige Sion nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entspricht und die "Serienproduktion naherückt".

Der Preis für einen Sion ist mit 25.500 Euro veranschlagt. Auf der Karosserie des Autos sollen Solarmodule angebracht werden, die die Reichweite der Batterie (255 km nach WLTP-Standard) bei günstiger Witterung um bis zu 34 km pro Tag verlängern können. Der 120-kW-Motor soll das Auto auf bis zu 140 km/h beschleunigen können.

(anw)