Elektroautos: Autovermieter Hertz bestellt 100.000 Teslas

Bis Ende 2022 soll ein Fünftel der Hertz-Flotte elektrisch fahren. Dafür bestellt der Autovermieter Autos bei Tesla und baut Ladestationen.

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Tesla Model 3 bei Hertz.

(Bild: Hertz)

Von
  • Andreas Wilkens

Hertz will künftig verstärkt auf Elektromobilität setzen. Dazu will der US-amerikanische Autovermieter bis 2022 rund 100.000 Fahrzeuge des Elektroautoherstellers Tesla bestellen. Zudem will Hertz seine Filialen weltweit mit Ladestationen ausrüsten. Elektrofahrzeuge sollen Ende 2022 mehr als 20 Prozent der Hertz-Flotte in 65 Ländern ausmachen. Bis Ende 2023 soll es in diesen Ländern ein Netz mit Kombinationen aus Level-2- und DC-Schnellladestationen geben.

Elektrofahrzeuge seien bereits Mainstream, meint Hertz-CEO Mark Fields laut einer Mitteilung. "Wir sehen gerade erst eine steigende globale Nachfrage und ein steigendes Interesse." 40 Prozent der US-Verbraucher gäben an, dass sie ein Elektrofahrzeug in Betracht ziehen werden, wenn sie das nächste Mal auf dem Markt für ein neues Fahrzeug sind.

Der weltweite Umsatz mit Elektrofahrzeugen sei im vorigen Jahr um 200 Prozent gestiegen und werde wahrscheinlich weiter wachsen, meint Hertz. Beispielsweise hätten sich im vergangenen August drei US-Autohersteller verpflichtet, den Verkauf von Elektrofahrzeugen bis 2030 auf 40 bis 50 Prozent zu steigern.

Nach eigenen Angaben hatte Hertz 2011 als erste US-Autovermietung E-Autos in seine Flotte aufgenommen. Damals waren es ein paar Hundert der Hersteller Nissan, GM, Toyota, smartUSA und Mitsubishi. Welche Tesla-Modelle Hertz im Detail bestellen will, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Tesla Model 3 Standard Range Plus (12 Bilder)

Das Model 3 Standard Range Plus ist die preisgünstigste Art, einen Tesla zu fahren. Bei 41.970 Euro geht es los, wenn man die Förderung einberechnet. Die Ausstattung ist nahezu vollständig. Nur die Wunschfarbe oder große Räder addieren sich dazu – und manchmal eine Anhängekupplung (1060 Euro).
(Bild: Christoph M. Schwarzer)

Hertz – größter Autovermieter der Welt – hatte im Mai 2020 Insolvenz angemeldet und Gläubigerschutz beantragt. Der Rückgang von Reisen habe während der Pandemie zu einem "plötzlichen und dramatischen" Einbruch bei Umsätzen und Buchungen geführt, hieß es seinerzeit. Das Geschäft in Europa war davon nicht betroffen. Ende Juni dieses Jahres gab das Unternehmen bekannt, seine in der Insolvenz erforderliche Umstrukturierung erfolgreich abgeschlossen und den Gläubigerschutz verlassen zu haben. Investoren gaben Hertz 5,9 Milliarden US-Dollar neues Kapital, der Autovermieter zahlte seinen Gläubigern insgesamt 19 Milliarden US-Dollar zurück.

(anw)