Elektroautos: Deutsche Post DHL bestellt 44 Elektro-Lkw bei Volvo

Der Logistikkonzern will Elektro-Lkw aus Schweden auf längeren Strecken und auf der letzten Meile einsetzen.

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Ein Volvo-Truck auf Testfahrt in Schweden.

(Bild: DPDHL / Volvo)

Von
  • Andreas Wilkens

Deutsche Post DHL (DPDHL) will künftig mit dem schwedischen Autohersteller Volvo kooperieren. In einem ersten Schritt will der Logistikkonzern bis zu 44 schwere Elektro-Lkw bestellen. Sechs seien bereits von DHL Parcel UK geordert worden, zwei von DHL Freight, geht aus einer Mitteilung hervor.

Mit der Kooperationsvereinbarung will DPDHL den Prozess beschleunigen, sämtliche seiner Nutzfahrzeuge emissionsfrei zu machen; insgesamt will der Konzern bis 2050 CO₂-neutral werden. Geplant ist, 40 Lkw der Modelle Volvo FE und Volvo FL zu bestellen. Sie sollen für die Paketzustellung im Stadtverkehr eingesetzt werden. Hinzu kommen sollen Elektro-Lkw für längere Strecken im regionalen Transport, dafür sind vier Volvo FM Electric in Großbritannien gedacht.

Die ersten Bestellungen sollen dazu führen, dass DPDHL jährlich rund 600 Tonnen CO₂ und fast 225.000 Liter Dieselkraftstoff einsparen wird. Das Unternehmen hatte den Einsatz von Elektro-Lkw im Regionalverkehr voriges Jahr in Schweden erprobt. Positive Erfahrungen hätten sich laut DHL-Mitteilung (PDF) seit November 2020 aus dem Einsatz eines elektrischen Volvo-Lkw in der Zustellung auf der letzten Meile im Londoner West End ergeben.

Neben der Bestellung von Fahrzeugen umfasst die Kooperation die gemeinsame Entwicklung im Bereich der Elektrifizierung, Volvo Trucks soll dafür auch den DHL-Transportbetrieb analysieren. Die Schweden haben nach eigenen Angaben auf dem Markt für vollelektrische Lkw einen Marktanteil von 42 Prozent.

DPDHL hat nun nach eigenen Angaben insgesamt 20.000 Elektrotransporter und 12.600 E-Trikes in Betrieb. Bis 2025 sollen es insgesamt 38.000 batterieelektrische Nutzfahrzeuge werden. Allein in diesem Jahr sollen 1300 Transporter des Typs Streetscooter Gigabox in den Betrieb gebracht werden. Die Produktion der Streetscooter hatte die Deutsche Post Anfang dieses Jahres an das Luxemburger Firmenkonsortium Odin Automotive verkauft.

(anw)