Elektroautos: SAP will kompletten Fuhrpark elektrifizieren

Der Softwarekonzern hat bisher 20 Prozent Elektroautos in seinem Fuhrpark. Dieser Anteil soll ab 2025 stärker steigen.

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Im Autoterminal Bremerhaven, Symbolbild.

(Bild: BLG Logistics)

Von
  • Andreas Wilkens

Von den 27.000 Autos im Fuhrpark des Softwarekonzerns SAP werden zurzeit 20 Prozent elektrisch betrieben. Diesen Anteil will das Unternehmen steigern, in dem Mitarbeitende mit Anspruch auf einen Firmenwagen ab 1. Januar 2025 ausschließlich Fahrzeuge mit emissionsfreiem Antrieb bestellen können. Der Kraftstoffverbrauch der Dienstwagen mache nämlich einen großen Anteil an direkten Emissionen aus und das vertrage sich nicht mit den eigenen Klimazielen.

Damit Mitarbeitende auf Elektrofahrzeuge umsteigen, werden sie an Standorten in einigen Ländern von SAP finanziell unterstützt, um ihre Autos zu Hause laden zu können, erläutert das Unternehmen in einer Mitteilung. Die firmeneigene Ladeinfrastruktur werde weiter ausgebaut, um dem steigenden Ladebedarf gerecht zu werden.

Einige SAP-Mitarbeitende verlangten außerdem alternative und nachhaltige Mobilitätsangebote. Daher teste SAP derzeit in einem deutschlandweiten Pilotprojekt ein Mobilitätsbudget als Alternative zum Firmenwagen. Dabei können Mitarbeitende ein monatliches Budget für verschiedene Transportmittel einsetzen – neben Bus und Bahn beispielsweise auch für Fahrräder, E-Stehroller, Carsharing oder Mietwagen.

SAP hatte im März dieses Jahres als Klimaziel ausgegeben, bis 2023 CO2-neutral zu werden. Ursprünglich hatte das Unternehmen 2025 als Marke vorgegeben. Andere große IT-Unternehmen wie Amazon, Apple, Google, Facebook und Microsoft haben sich ähnliche Ziele gesteckt. Im März vorigen Jahres hieß es von SAP, bis 2025 solle ein Drittel des Fuhrparks aus Elektroautos bestehen.

Eine nicht repräsentative Umfrage der Deutschen Automobil Treuhand unter Fuhrparkleiter aus Industrie, Gewerbe, Handel und öffentlichem Dienst ergab im Juli dieses Jahres, dass deren Fuhrparks durchschnittlich zu 75 Prozent aus Diesel-Autos bestehen, 14 Prozent sind Benziner. Von den 11 Prozent, die alternativ angetrieben werden, sind 54 Prozent Plugin-Hybride, 29 Prozent fahren rein elektrisch. Als größten Anreiz, sich einen Pkw mit alternativem Antrieb zuzulegen hatten die Befragten zumeist günstige steuerliche Rahmenbedingungen angegeben, an zweiter Stelle folgt die Verbesserung der CO2-Bilanz.

(anw)