Elektroautos: Unternehmen fordern verbindlichen Ausbau von Ladestationen

Die EU solle den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos verbindlich festlegen, fordern 27 Unternehmen in einem offenen Brief.

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VW e-Up

Die Zahl der Ladestationen wächst, doch das Tempo des Ausbaus ist zu langsam.

(Bild: Schwarzer)

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  • dpa

Autohersteller und Unternehmen anderer Branchen haben die EU in einem offenen Brief aufgefordert, nationale Ziele für die Ladeinfrastruktur für Elektroautos festzulegen. Ein Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass ab 2035 EU-weit nur noch lokal emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden dürfen. "Die politischen Entscheidungsträger der EU müssen auch verbindliche nationale Ziele für eine nahtlose elektrische Ladeinfrastruktur festlegen, die der wachsenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gerecht wird", sagte Stuart Rowley, Chef von Ford Europa.

Ein verbindlicher und flächendeckender Ausbau der Ladeinfrastruktur in allen EU-Mitgliedsländern sei zwingend notwendig, sagte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, der dpa. "Der Erfolg der E-Mobilität steht und fällt mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur."

Den Vorschlag der EU-Kommission zu lokal emissionsfreien Autos – dem auch der Umweltausschuss des EU-Parlament zustimmte – unterstützen die 27 unterzeichnenden Unternehmen, zu denen unter anderem Ford, Volvo, Uber und Vattenfall gehören, ausdrücklich. Das Europäische Parlament und die EU-Regierungen entscheiden voraussichtlich im Juni 2022 über ihre Positionen zum Vorschlag der Kommission. Ein endgültiges Gesetz könnte im Herbst verabschiedet werden, zuvor müssen sich die Gesetzgeber aber noch auf einen Kompromiss einigen.

(mfz)