Elektroautos, autonomes Fahren, Nutzfahrzeuge: VW und Ford verpartnern sich

Die beiden großen Autohersteller reden schon länger miteinander. Nun haben Ford und VW Verträge unterschrieben.

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Ein Teil der Kooperation zwischen VW und Ford in einer Grafik. Beide wollen eigene Modelle unabhängig voneinander in jedem Segment verkaufen.

(Bild: Volkswagen)

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Volkswagen und Ford haben ihre Partnerschaft für die Zusammenarbeit bei Elektroautos und leichten Nutzfahrzeugen besiegelt. Die Autohersteller haben nun dafür Verträge unterschrieben.

Zudem ist Volkswagen wie angekündigt milliardenschwer in die Ford-Tochter Argo AI eingestiegen. Die beiden Unternehmen wollen damit die Kosten für die Entwicklung der Technik für autonomes Fahren teilen. Seit längerem reden die Konzerne miteinander, konkret vereinbart hatten sie den Umfang der Kooperation im Juli vergangenen Jahres.

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Die Allianz ist eines der bedeutendsten Projekte von VW-Chef Herbert Diess. "Angesichts der Covid-19-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist es mehr denn je von entscheidender Bedeutung, belastbare Allianzen zwischen starken Unternehmen zu bilden", sagte er.

Volkswagen investiert rund eine Milliarde US-Dollar (884 Millionen Euro) an Finanzmitteln in Argo und bringt die eigene Tochter für autonomes Fahren AID im Wert von 1,6 Milliarden Dollar zusätzlich in die Partnerschaft ein. Argo soll Software und Technik für das autonome Fahren von Autos entwickeln und hat nun in München eine Filiale.

Darüber hinaus will Ford in Europa ab 2023 laut Mitteilung auf Basis von Volkswagens Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) ein eigenes Elektroauto bauen. Damit will Volkswagen einen Teil der milliardenschweren Investitionen in den MEB wieder hereinholen. Der US-Hersteller plant derzeit über mehrere Jahre mit mehr als 600.000 ausgelieferten Fahrzeugen des neuen Modells. Außerdem plant Ford für die kommenden zwei Jahren batterie-elektrische Varianten des Ford Transit und des Ford F-150 für Nutzfahrzeugkunden.

Ford konstruiert zudem den nächsten mittelgroßen Pickup Amarok, den die VW-Tochter VW Nutzfahrzeuge (VWN) ab 2022 bauen will. Außerdem sind ab dem kommenden Jahr ein gemeinsamer Stadtlieferwagen und später ein gemeinsamer Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment geplant. 8 Millionen Nutzfahrzeuge sollen rund entwickelt und produziert werden. (mit Material der dpa) /

(anw)