Elektronische Gesundheitskarte: Reparatur des Stammdatendienstes beginnt

Ein Konfigurationsfehler in der zentralen Telematikinfrastruktur verhindert den Abgleich mit der Gesundheitskarte. Ein Update in den Praxen vor Ort soll helfen.

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(Bild: Shutterstock/BlurryMe)

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Aktuell können in vielen Praxen die Daten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) beim Einstecken in das Lesegerät nicht mit den Stammdaten der Krankenkassen abgeglichen werden. Die Störung im System wurde nach Angaben der Gematik durch einen "Konfigurationsfehler in der zentralen Telematikinfrastruktur" verursacht. Nun sind die IT-Dienstleister gefragt, die in Arzt- und Zahnarztpraxen die Praxisverwaltungssysteme und die installierten Kartenlesegeräte und Konnektoren betreuen. Sie sollen mit einer Download-Datei bei der Reparatur unterstützt werden.

Gemäß dem Statusbericht der zuständigen Projektgesellschaft Gematik ist der Zugang in die Telematikinfrastruktur nach wie vor gestört. Aus diesem Grund hat die Gematik auf der Status-Seite Hinweise veröffentlicht, wie das Problem durch die IT-Dienstleister behoben werden kann. Sie sind die eigentlichen Akteure bei der Behebung des Fehlers: "Denn das manuelle Einspielen einer bestimmten Datei ist zwingend nötig, um die Störung in der jeweiligen Einrichtung zu beheben", heißt es in einer Mitteilung der Gematik zur Störung. Für die IT-Dienstleister steht eine Download-Datei zur Verfügung, "die IT-Servicepartner der betroffenen medizinischen Einrichtungen zur Problembehebung nutzen können." Über die weiteren aktuellen Entwicklungen will die Gematik via Twitter informieren.

[Update 03.06.2020 13:34]:

Wie IT-Dienstleister gegenüber Heise Online bestätigen, müssen sie in den Praxen lokal die TLS-Zertifikate in den betroffenen Konnektoren austauschen. Dies deutet darauf hin, dass der von der Gematik genannte "Konfigurationsfehler" darin bestand, dass bei dem zentralen Update am 27. Mai ein TLS-Zertifikat ungültig wurde oder fehlte.

(olb)