Elon Musk: Apple missbraucht Marktmacht und verwendet zu viel Kobalt

Bei der Bekanntgabe seiner Quartalsergebnisse sprach der Tesla-Boss auch über die mögliche Konkurrenz aus Cupertino.

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Tesla-Chef Musk auf einem Außentermin.

(Bild: Kathy Hutchins / shutterstock.com)

Von
  • Ben Schwan

Dass Elon Musk kein wirklicher Fan von Apple ist – etwa im Bezug auf dessen Autopläne und das Abwerben von Tesla-Mitarbeitern – ist allgemein bekannt. Bei der Analystenkonferenz zur Veröffentlichung der jüngsten Quartalsergebnisse des E-Auto-Konzerns fand Musk nun einige harsche Worte für den iPhone-Produzenten. Gleich zweimal ging es in dem Call gegen Apple.

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Wie der Aufzeichnung zu entnehmen ist, ärgert sich Musk derzeit vor allem über zwei Eigenheiten der Konkurrenz aus Cupertino. Zum einen geht es um Apples Einsatz seiner Marktmacht, zum anderen verwendet das Unternehmen zu viele problematische Rostoffe, merkte der Tesla-Boss an.

Bei den problematischen Rohstoffen ging es Musk um Kobalt, das üblicherweise in Batterien steckt. Laut dem Tesla-Chef verwendet Apple angeblich "fast 100 Prozent Kobalt in ihren Akkus und Handys und Laptops". Tesla tue das nicht. In Eisen-Phosphat-Akkupaketen des Unternehmens sei kein Kobalt vorhanden und in den Nickel-basierten Batteriechemien "fast keins". Auf das Gewicht bezogen liege Tesla bei vielleicht zwei Prozent Kobalt, während Apple besagte 100 Prozent verwende. "Für uns ist das überhaupt kein Faktor."

Kobalt gilt als problematisch, weil es in Konfliktgebieten wie dem Kongo abgebaut wird und auch mit Kinderarbeit in Verbindung stehen soll. Apple selbst betont, dass man immer mehr auf recycelte Rohstoffe setzt. Der Konzern streicht zudem regelmäßig problematische Lieferanten aus seiner Liste genehmigter Unternehmen.

Musks zweiter Kritikpunkt betraf Apples sogenannten Walled-Garden-Ansatz. Dabei ist etwa nur die Installation von Apps aus dem App Store erlaubt. Musk bezog dies auf den Zugang zum eigenen Ladenetzwerk für Konkurrenten.

Ziel von Tesla sei es, "die Ankunft nachhaltiger Energie" zu befördern. Es gehe nicht darum, einen ummauerten Garten zu schaffen und diesen dann zu verwenden, um den Konkurrenten eins überzubraten, "was manche Firmen tun". Musk setzte dann zu einem falschen Huster an und sagte: "Apple".

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(bsc)