Elon Musk twittert und die Kryptogeldkurse fallen

Ein kryptischer Tweet von Tesla-Chef Elon Musk hat offenbar wieder für Unruhe unter Kryptoanlegern gesorgt: Bitcoin, Ether und Co. fielen in Folge.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 294 Beiträge

(Bild: Sittipong Phokawattana/Shutterstock.com)

Von
  • Axel Kannenberg

Tesla-Chef Elon Musk sorgt auf dem Markt für Digitalwährungen weiter für Aufsehen. Am Freitag könnte eine kryptische Nachricht des Multimilliardärs auf Twitter erhebliche Kursverluste ausgelöst haben. Die nach Marktwert bedeutendste Kryptowährung Bitcoin fiel nach dem Tweet zeitweise um rund 5 Prozent auf rund 36.500 US-Dollar. Die zweitwichtigste Digitalanlage Ether sank um etwa 7 Prozent auf rund 2600 Dollar.

Andere Kryptowerte wie Ripple, Dogecoin, Litecoin und Polkadot verloren prozentual noch deutlicher. Zuvor hatten sich die Kryptomärkte eigentlich etwas erholt, der Bitcoin näherte sich etwa wieder der Marke von 40.000 US-Dollar an.

Musks Tweet besteht aus dem Hashtag „#Bitcoin“, einem Symbol für die Kryptowährung und einem zerbrochenen Herzen. Angehängt ist ein Bild, in dem ein Paar über seine Trennung diskutiert. Damit könnte Musk Befürchtungen geweckt haben, dass Tesla nun auch den Rest seinen 1,5 Milliarden US-Dollar schweren Bitcoin-Investments auf den Markt werfe. Im ersten Geschäftsquartal 2021 hatte das Unternehmen bereits Bitcoins im Wert von fast 300 Millionen Dollar (circa 250 Millionen Euro) wieder verkauft und daran nach eigenen Angaben rund 100 Millionen (etwa 83 Millionen Euro) verdient – fast ein Viertel von Teslas Gewinn in dem Quartal.

Tesla hatte erst im März begonnen, Bitcoins zum Kauf von Elektroautos zu akzeptieren. Zuvor hatte der Konzern seine Milliarden-Investition in Bitcoins bekannt gegeben und der ältesten und bekanntesten Kryptowährung zu Kurssprüngen verholfen. Anfang Mai hatte dann Tesla mit der Mitteilung überrascht, wegen Umweltbedenken die Akzeptanz von Bitcoin wieder zu beenden. Warum Musk und Tesla erst im Mai Bedenken kamen, obwohl die Umweltproblematik um Bitcoin und andere Währungen mit Proof-of-Work-Verfahren schon lange bekannt ist, blieb unklar. Generell hat Elon Musk inzwischen einen enormen Einfluss auf die Preise der Kryptowährungen entwickelt.

Ob der Kryptomarkt nach den herben Verlusten im Mai noch einmal zu großen Befreiungsschlägen ansetzt oder ob nun langsam der Pessimismus einkehrt, bleibt abzuwarten. Zahlreiche Investoren neigen beim Bitcoin wohl zu letzterem: Wie Coindesk aus Daten des Analysedienstes Skew zitiert, werden am Markt der Optionen derzeit mehr sogenannte Puts gekauft, die auf einen weiteren Fall des Kryptogelds setzen, als Calls, die auf Steigerung wetten. (mit Material der dpa) /

(axk)