"Emma Motion": Smarte Matratze soll für perfekten Schlaf sorgen

Die neue Matratze erfasst nicht nur die Schlafposition des Nutzers, sondern richtet sich auch automatisch nach dieser aus.

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(Bild: Emma Matratzen GmbH)

Von
  • Nico Jurran

Die Firma Emma bringt mit der "Emma Motion" eine neue Matratze auf dem Markt, mit der das Unternehmen (vorerst) nicht auf den Massenmarkt zielt. Vielmehr richtet sich das Modell als erste smarte Matratze aus dem Hause Emma an Kunden, die mit technischer Unterstützung den perfekten Schlaf erreichen wollen.

Damit das klappt, ist die Emma Motion zunächst einmal mit einem Sensorfeld ausgestattet, aus dessen Daten der ebenfalls in der Matratze integrierte Prozessor die Schlafposition des Nutzers laut Hersteller präzise ermitteln kann. Konkret soll der Chip dank zuvor erlernter Liegepositionen und Bewegungsmuster realer Personen mittels künstlicher Intelligenz nicht nur typische Rücken-, Seiten- und Bauchschläfer zuverlässig identifizieren, sondern auch erfassen, wenn ein Mensch in der Nacht von einer Schlafposition in eine andere wechselt.

Auf Grundlagen der Daten dieses "Infinite AI Sensors" sorgt der Prozessor laut Emma dann über sogenannte "Silent Move IQ"-Elemente in der Matratze dafür, dass der Körper des Nutzers in die für diese Position ideale Lage gebracht wird, die die Wirbelsäule entlastet. Die Matraze soll sich bei jeder Änderung der Schlafposition automatisch neu ausrichten. Nebenbei trackt die "Emma Motion" den Schlaf des Nutzers. Eine Analyse kann der Nutzer über eine App auf seinem Smartphone abrufen.

Bei der virtuellen Präsentation wies der Hersteller darauf hin, dass die smarte Matratze, deren Entwicklung über zwei Jahre in Anspruch genommen haben soll, komplett geräuschlos arbeite und der Nutzer nicht durch das Anheben beziehungsweise Absenken der "Silent Move IQ"-Elemente geweckt werde. Damit unterscheide sich die Lösung von Matratzen, die über Luftkissen die Lage des Schläfers verändern, da dort Pumpen zum Einsatz kämen. Die Technik ist bei der "Emma Motion" komplett integriert, der Nutzer sieht lediglich ein Stromkabel.

Die smarte Matratze soll ab dem heutigen Freitag in den Niederlanden und Frankreich erhältlich sein, weitere Länder folgen laut Emma in den kommenden Monaten – allen voran die Schweiz. Ganz billig ist das Vergnügen nicht: Die "Emma Motion" soll in der "Solo-Ausführung" mit 90 Zentimeter Breite ab rund 2500 Euro kosten.

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Emma fuhr nach eigenen Angaben 2020 einen Rekordumsatz von 405 Millionen Euro ein und erreichte eine Wachstumrate gegenüber dem Vorjahr von 170 Prozent. Damit liegt die Firma vor bekannten Unternehmen wie Asos (116 Prozent), HelloFresh (41 Prozent) und Zalando (34 Prozent). Das Unternehmen ist mittlerweile in den 10 wichtigsten Matratzenmärkten der Welt vertreten, die über 80 Prozent des globalen Matratzenkonsums auf sich vereinen. Im Jahre 2020 war Emma zudem nach eigenen Angaben mit 1,5 Millionen verkauften Matratzen die weltweit führende Direct-To-Consumer-Schlafmarke. (nij)