Ende-zu Ende-Verschlüsselung wird weltweit auf Ring-Produkten verfügbar

Nach längeren Tests in den USA schaltet Amazon Ende-zu-Ende-Verschlüsselung weltweit auf Ring-Produkten frei. Diese Option hat auch Nachteile.

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(Bild: Ring)

Von
  • Daniel Herbig

Amazon will seine Ring-Produkte sicherer machen: Nach monatelangen Tests in den USA wird die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nun weltweit auf Sicherheitskameras und smarten Türklingeln der Marke verfügbar. Nutzerinnen und Nutzer müssen sich allerdings explizit für diese Funktion entscheiden, standardmäßig bleibt sie deaktiviert.

Das liegt an den Funktionseinschränkungen, die mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Smart-Home-Geräte einhergehen. Ist diese Option aktiviert, können die Videos nur noch auf einem angemeldeten Smartphone gesehen werden. Der für die Entschlüsselung notwendige Key wird lokal auf einem Gerät des Nutzers abgespeichert – in der Regel das verknüpfte Smartphone. Dadurch verliert Amazon die Möglichkeit, auf Videos zuzugreifen. Einige Funktionen wie das Streamen der Videos auf bestimmte Smart Displays können dann nicht mehr verwendet werden.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung funktioniert unter anderem auf der Ring Video Doorbell Pro, der Pro 2 und der Doorbell Elite. Die komplette Liste kompatibler Geräte führt Amazon auf der Ring-Webseite auf. Dort finden sich auch Anleitungen zum Aktivieren der Verschlüsselung.

Standardmäßig werden mit Ring-Produkten aufgezeichnete Videos laut Amazon während des Uploads in die Cloud verschlüsselt. Während sie in der Cloud liegen, bleiben die Videos demnach verschlüsselt. Allerdings hat Ring standardmäßig die Möglichkeit, auf diese verschlüsselten Videos zugreifen.

Ring hatte bereits im vergangenen Herbst angekündigt, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für smarte Türklingeln und Sicherheitskameras ermöglicht werden soll. Seit Januar 2021 wird das Feature bei Kundinnen und Kunden in den USA getestet.

(dahe)