Entwickeln für Windows: Neue MSIX-Funktionen sollen den Workflow erleichtern

Auf der Microsoft Ignite präsentiert der Konzern einige hilfreiche Neuerungen für Windows-Entwickler rund um MSIX, React Native und Runtime-Komponenten.

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(Bild: Wachiwit / Shutterstock.com)

Von
  • Matthias Parbel

Die diesjährige Ausgabe der Hausmesse Microsoft Ignite nutzt der Konzern aus Redmond, um einen bunten Strauß an Neuerungen zu verkünden – darunter auch eine Reihe von Verbesserungen, die Entwicklerinnen und Entwicklern für Windows die Arbeit erleichtern sollen. Das Installationspaketformat MSIX soll unter anderem die Möglichkeit bieten, Windows-Apps auch in verteilte Container zu deployen. Über neue NuGet Packages sollen sich Builds von Apps einfacher in bestehende CI/CD-Pipelines (Continuous Integration/Continuous Delivery) integrieren lassen.

Microsoft hatte das MSIX-Installationspaketformat im vergangenen Jahr als Ersatz für das entfallene Click-Once-Deployment eingeführt. Per MSIX installierte Anwendungen können sich beim Anwendungsstart selbst von einer Webseite oder einem Netzlaufwerk aktualisieren. Während das Deployment bisher jedoch auf einzelne MSIX-Container beschränkt war, sollen Entwickler künftig auch verteilte, gemeinsam genutzte Container einbeziehen können. Dadurch lässt sich Applikationen für die Interprozesskommunikation künftig auch Zugriff auf Windows-Registry-Einstellungen und gemeinsam genutzte Dateien gewähren.

Um auch Apps, die über Websites von Drittanbietern vertrieben werden, aktuell zu halten, können Entwickler in Zukunft auf einen integrierten Aktualisierungsdienst bauen. Sofern die MSIX-Pakete alle erforderlichen Metadaten über Update-Einstellungen enthalten, kümmert sich Windows regelmäßig um die Updates und lädt die Aktualisierungen automatisch von den Websites der Drittanbieter. Mit Blick auf optimierte Workflows bereitet das MSIX-Team außerdem eine Erweiterung für Azure DevOps vor, die das Erstellen, Verpacken, Signieren und Bereitstellen von MSIX-Paketen automatisieren und vereinfachen soll. Alle vorgestellten MSIX-Neuerungen sind derzeit noch in der Preview-Phase sollen aber bis zum Jahresende beziehungsweise zu Beginn nächsten Jahres verfügbar werden.

Mit der Ankündigung neuer NuGet Packages, die den Build-Prozess von Windows-Apps leichter in bestehende CI/CD-Pipelines integrieren sollen, reagiert das Windows-SDK-Team offenbar auf einen häufig von Entwicklern geäußerten Wunsch. Die neuen Pakete sollen für C#, C++ und SDK Build Tools zur Verfügung stehen und sich in CI/CD-Pipelines referenzieren lassen. Entwickler könnten dann auf eine vollständige Installation des Windows SDK verzichten.

Das auf die Cross-Plattform-Entwicklung von mobilen Apps zugeschnittene Framework React Native for Windows liegt nun in Version 0.63 vor. Damit eröffnen sich Entwicklern neue Funktionen wie automatisches Verknüpfen nativer Module, Services für die Kommunikation zwischen Modulen sowie erweitertes Debugging mit LogBox.

Ein Update des CsWinRT-Werkzeugs eröffnet .NET-Entwicklern die Möglichkeit, in C# Windows-Runtime-Komponenten zu erstellen, die sich auch einfach in anderen, mit der Runtime kompatiblen Programmiersprachen wie C++, Rust, JavaScript oder Python nutzen lassen. Die Komponenten lassen sich zudem künftig auch in Nicht-.NET-Umgebungen hosten.

Mehr Details sowie eine vollständige Zusammenfassung der für Windows-Entwickler relevanten Neuigkeiten bietet Microsofts offizieller News-Überblick zur Ignite 2020. – darunter auch weitere Updates der bereits zur Build-Konferenz im Mai angekündigten Verbesserungen für das Terminal sowie die zweite Version des Windows Subsystems für Linux.

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