Entwicklungsumgebung Qt Creator 4.13 Beta ebnet den Weg für C++20-Funktionen

Die Beta-Version der in C++ geschriebenen Entwicklungsumgebung Qt Creator entfernt darüber hinaus den internen Cache von CMake-Variablen.

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(Bild: nattaphol phromdecha/Shutterstock.com)

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Die QT Company hat die erste Beta von Qt Creator 4.13 veröffentlicht. Die für das Erstellen von Anwendungen mit der C++-Bibliothek ausgelegte Entwicklungsumgebung führt mit dem aktuellen Release neben anderen Features zwei experimentelle Plug-ins ein.

Unter anderem arbeitet die IDE mit dem frei verfügbaren Meson Build System zusammen, einem Tool für Python, das Entwickler beim Automatisieren der Softwareerstellung helfen soll. Darüber hinaus integriert die aktuelle Beta-Version IncrediBuild, eine Plug-and-Play-Anwendung, die den Build von Qt-Anwendungen beschleunigen soll. IncrediBuild verteilt das Kompilieren auf mehrere Kerne über das lokale oder Cloud-basierte Netzwerk, um den Compile-Vorgang zu beschleunigen. Interessierte können die experimentellen Plug-ins für die Nutzung über Help > About Plugins beziehungsweise über Qt Creator > About Plugins für macOS aktivieren.

Die Beta für Qt Creator 4.13 aktualisiert die Low Level Virtual Machine (LLVM) für das C++-Code-Model auf Version 10, das besser als der Vorgänger auf die C++20-Funktionen vorbereitet ist. Darüber hinaus kann der Client des Language-Server-Protokolls (LSP) neuerdings Symbole umbenennen, wenn der entsprechende Sprachserver es anbietet. Außerdem verfügt der Code-Editor für Python über einen neuen Tool-Button sowie über eine Möglichkeit, Python interaktiv mit dem aktuell verwendeten Dokument zu öffnen.

Darüber hinaus haben die Entwickler hinter der IDE den internen Cache von CMake-Variablen entfernt. Ein bestehendes Build-Verzeichnis ist von nun an die einzige Informationsquelle über ein Projekt. Die anfänglich erstellte CMake-Konfiguration für neue Builds, wird von den Nutzern festgelegt und in der Projektkonfiguration des Qt Creators hinterlegt – standardmäßig in den Kit-Einstellungen. Dadurch lassen sich offenbar Konflikte zwischen dem, was nach Ansicht des Qt Creators richtig sein sollte, und bestehenden Build-Verzeichnissen beseitigen. Qt Creator 4.13 soll künftig lediglich CMake-Versionen ab 3.14 oder später unterstützen, genauer sind das laut Release Notes die Versionen, die Support für file-api mitbringen.

Qt Creator 4.12 fügte der IDE Support für Android 11 hinzu. Mit der aktuellen Beta gibt es weitere Neuerungen für Android-Entwickler. Anscheinend lassen sich Dienste sowie der Startbildschirm im Manifest-Editor bearbeiten. Darüber hinaus hat das Entwicklerteam hinter der IDE das QML-Debugging und -Profiling sowie das C++-Debugging, das in einigen Konfigurationen für Probleme sorgte, überarbeitet. Die Beta-Version des Qt Creator 4.13 steht über den offiziellen Qt-Blog zum Download bereit. Nähere Informationen zu den genannten und weiteren Features der neuen Beta finden sich in den Release Notes.

(mdo)