Entwicklungsumgebung: WebStorm 2021.2 gibt sich beim Speichern aktionistisch

Die IDE bündelt und erweitert die beim Speichern durchgeführten Aktionen. Außerdem fügt sie Importanweisungen für CommonJS-Module automatisch ein.

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Sturm, Wolken

(Bild: StockSnap, gemeinfrei (Creative Commons CC0))

Von
  • Rainald Menge-Sonnentag

JetBrains eröffnet den Update-Reigen der Entwicklungsumgebungen traditionell mit WebStorm. Die nun veröffentlichte Version 2021.2 aktualisiert unter anderem auch jenseits des Live-Edit-Modus beim Speichern die Vorschau im Browser. Außerdem sind die Aktionen, um die sich die IDE vor dem Speichern kümmert, nun an einer Stelle zusammengefasst. Dokumentationen in JSDoc können neuerdings TypeScript-Typinformationen enthalten, und die automatischen Importe gehen über diejenigen für ES6 hinaus.

WebStorm hat seit Längerem einen Webserver an Bord, der die Vorschau von HTML-Dateien in einem beliebigen Browser ermöglicht. Die IDE aktualisiert neuerdings die über View | Open in Browser geöffnete Seite automatisch, wenn Entwicklerinnen oder Entwickler die zugehörigen HTML-, CSS- oder JavaScript-Inhalte speichern. Das Vorgehen ähnelt der Live-Edit-Funktion, die allerdings auf Chrome und den Debug-Modus beschränkt ist.

Die Ansicht Preferences/Settings | Tools | Actions on Save bündelt nun alle Aktionen, die WebStorm beim Speichern von Dateien automatisch durchführen soll. Neben den bereits in älteren Releases vorhandenen Funktionen wie dem Ausführen des Codeformatierungstools Prettier lassen sich unter anderem Importe optimieren oder der Code neu formatieren.

Das neu eingeführte Reformatieren des Codes lässt sich wahlweise für die gesamte Datei oder nur die geänderten Zeilen durchführen.

(Bild: JetBrains)

Nachdem die Vorgängerversion bereits einige Ergänzungen für JSDoc mitgebracht hat, erweitert das aktuelle Release die Einbindung von Typinformationen in Kommentaren. Es erkennt TypeScript-Syntax in JSDoc-Blöcken innerhalb von .js-Dateien und nutzt sie, um die Typdefinitionen wiederzugeben. Außerdem kennt die IDE zusätzliche syntaktische Konstrukte und kann neuerdings optionale Properties in typedef-Deklarationen korrekt darstellen.

Die Entwicklungsumgebung kann Typdeklarationen aus TypeScript innerhalb von JSDoc-Kommentaren in .js-Dateien auswerten.

(Bild: JetBrains)

Darüber hinaus erweitert die IDE das Einfügen automatischer Importe jenseits von ES6-Modulen. WebStorm 2021.2 fügt für fehlende CommonJS-Module passende require-Anweisungen bei der Autovervollständigung ein.

Mit der Tastenkombination Strg | Alt | J lässt sich ein markierter Codeblock in eine Pfeilfunktion umwandeln. Das Kürzel arf wandelt die Entwicklungsumgebung beim Drücken auf die Tab-Taste in eine leere Pfeilfunktion um.

Weitere Neuerungen in Version 2021.2 wie die Codeüberprüfung vor einem Commit und der Vorschau-Tab im Debugger lassen sich dem WebStorm-Blog entnehmen. JetBrains bietet alle IDEs in einem Abomodell an, bei dem der Preis innerhalb der ersten drei Jahre sinkt. WebStorm kostet im ersten Jahr für Einzelentwickler 59 Euro und für Firmen 129 Euro pro Entwicklerplatz. Ab dem dritten Jahr liegt der jährliche Preis bei 35 Euro beziehungsweise 77 Euro pro Nutzer. Anders als bei IntelliJ IDEA existiert für WebStorm keine kostenfreie Variante. Allerdings können unter anderem Betreiber von Open-Source-Projekten, Schüler, Studenten und Lehrer sowie Non-Profit-Organisationen eine kostenlose Variante der vollständigen JetBrains Toolbox beantragen.

(rme)