Epic vs. Apple: Fortnite-Macher erhält Unterstützung von US-Bundesstaaten

Apples Monopol auf den App-Vertrieb behindere den Wettbewerb, so die Generalstaatsanwälte. Auch das US-Justizministerium meldet sich zu Wort.

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(Bild: Ascannio/Shutterstock.com)

Von
  • Leo Becker

Im großen App-Store-Streit haben sich prominente Fürsprecher hinter Epic Games gestellt: Apples Verhalten schade iPhone-Nutzern und App-Entwicklern, teilte ein Verbund von über 30 US-Bundesstaaten mit. Apple "setzt die Monopolisierung von App-Vertrieb und In-App-Zahlungen fort, behindert den Wettbewerb und häuft überhöhte Profite an", schreiben die Generalstaatsanwälte in einer Eingabe im anstehenden Berufungsverfahren zwischen Epic und Apple (Nr. 21-16506 US Court of Appeals for the Ninth Circuit). Sie fordern, das Urteil der ersten Instanz zu kippen, das nahezu alle von Epic gegen Apple vorgebrachten Klagepunkte zurückgewiesen hatte.

Die Bundesstaaten, die sich nun hinter Epic Games stellen, haben zuvor bereits selbst eine Kartellklage gegen Google und den Play Store angestrengt, das Unternehmen dominiere den App-Markt mit unfairen Praktiken. Eine Klage gegen Apple wurde von den Generalstaatsanwälten bislang nicht eingereicht.

Epic hatte Mitte 2020 eine direkte Bezahlmöglichkeit in Fortnite für iOS und Android integriert und provozierte mit diesem bewussten Regelverstoß den Rauswurf aus App Store und Play Store. Anschließend ist Epic gegen Apple und Google vor Gericht gezogen. Das US-Berufungsverfahren im Rechtsstreit zwischen Epic und Apple ist jüngst angelaufen, im Streit mit Google ist bislang noch kein Urteil ergangen.

Neben den US-Bundesstaaten haben sich Microsoft, eine größere Zahl an Akademikern sowie mehrere Bürgerrechtsorganisationen – darunter die EFF – als "Amicus Curiae" hinter Epic Games gestellt. Auch das US-Justizministerium hat sich in dem Verfahren zu Wort gewendet, weil es schwerwiegende Fehler im ersten Urteil sieht, ohne aber eine der beiden Streitparteien konkret zu unterstützen.

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In einer Stellungnahme gegenüber US-Medien teilte Apple mit, der Konzern sei "optimistisch", dass das erste Urteil in der Berufung Bestand hat. Man wolle sicherstellen, dass der App Store "ein sicherer und vertrauenswürdiger Marktplatz" bleibt. Welche Unterstützung Apple in dem Berufungsverfahren erhält, bleibt noch offen – entsprechende Eingaben sind erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig.

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(lbe)