Ericsson: 5G erreicht 2020 eine Milliarde Menschen in aller Welt

Der Umstieg von LTE auf 5G wird schneller ablaufen, als der zu LTE, prognostiziert Ericsson. Vorreiter ist aktuell China.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 5 Beiträge

(Bild: Marko Aliaksandr/Shutterstock.com)

Von
  • Martin Holland

Bis zum Jahresende könnte der neue Mobilfunkstandard 5G eine Milliarde Menschen erreichen, vor allem dank des Ausbaus in großen Städten. Das hat der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson errechnet, der unter anderem Technik für den Ausbau der 5G-Mobilfunknetze herstellt. Die Autoren des Ericsson Mobility Reports gehen demnach davon aus, dass 5G noch 2020 insgesamt 15 Prozent der Weltbevölkerung erreicht. Die Zahl der tatsächlichen 5G-Mobilfunkverträge für Geräte, die das auch nutzen können, liegt demnach aber noch deutlich darunter: Zum Jahresende werden es demnach 220 Millionen sein, vor allem dank China.

Schwerpunkt: 5G - Das Netz der Zukunft

Abgesehen vom Coronavirus könnte 2020 auch als das Jahr in die Geschichte eingehen, "in dem die Gesellschaft einen gewaltigen Satz nach vorne gemacht hat, wenn es um die Digitalisierung geht", schreiben die Autoren. Der Umstieg auf die nächste Mobilfunkgeneration dürfte nun auch signifkant schneller vorankommen, als der vorige auf LTE (4G), meinen sie. Das liege vor allem an China und der früheren Verfügbarkeit von Mobilfunkgeräten, die den Standard auch unterstützen. 2026 sollen demnach schon 3,5 Milliarden 5G-Verträge abgeschlossen sein, 40 Prozent aller Mobilfunkverträge, heißt es in der Prognose. Vorerst bleibe LTE aber der am weitesten verbreitete Standard, mit 4,8 Milliarden Verträgen werde der erst im kommenden Jahr seinen Höhepunkt erreichen.

Gegenwärtig gibt es eine nennenswerte Zahl von 5G-Mobilfunkverträgen lediglich in drei Weltregionen, steht in dem Report noch. Spitzenreiter ist demnach Nordostasien mit 9 Prozent aller Mobilfunkverträge, vor Nordamerika (4 Prozent) und Westeuropa (1 Prozent). Bis 2026 soll Nordamerika aber die Führung übernehmen (80 Prozent) und vor Westeuropa (68 Prozent) und Nordostasien (66 Prozent) liegen. Schlusslicht werde auch dann das subsaharische Afrika sein, mit dann 5 Prozent 5G-Verträgen. Zu den Spitzenreitern beim 5G-Ausbau gehören dem Report zufolge die Schweiz, die Vereinigten Staaten, China und Südkorea. Zum wachsenden Widerstand gegen die Beteiligung von Ericsson-Konkurrent Huawei am 5G-Ausbau und dessen Folgen schweigt der Bericht.

(mho)