Erste Betaversion von Android 11 erscheint

Google hat die erste Beta von Android 11 ohne viel Trara veröffentlicht, nachdem der ursprüngliche Termin wegen der Unruhen in den USA abgesagt wurde.

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Die erste Betaversion des Smartphone-Betriebssystems Android 11 steht nun zum Download bereit, nachdem Google die für vorigen Mittwoch vorgesehene Veröffentlichung aufgrund der Rassenunruhen kurzfristig abgesagt hat. Ursprünglich wollte Google die Beta auf der Entwicklerkonferenz Google I/O präsentieren, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfand.

Der Beta von Android 11 gingen mehrere Developer Previews voraus, die das kommende Betriebssystem zunächst auf ein neues API-Level hievt und etliche Veränderungen unter der Haube mitbrachten – etwa 5G-Unterstützung und Verbesserungen beim Datenschutz und Speichermanagement. Die Developer Previews erfordern allerdings ein Flash von außen unter Verlust aller Einstellungen und Apps – sie sind also für Entwicklergeräte gedacht.

Die Mediensteuerung bekommt nun einen separaten Bereich im Notification-Menü.

Die Beta kommt nun als OTA-Update (Over-The-Air). Dafür muss sich der Nutzer unter google.com/android/beta anmelden und eines der unterstützten Telefone besitzen, beispielsweise eines der Pixel-Geräte.

Zu den auffälligsten Neuerungen gehört, dass Benachrichtigungen von Messenger-Apps nun in einem besonderen Bereich des Benachrichtigungsmenüs landen. So soll man seine Chatnachrichten besser im Blick haben und kann einzelne Chats priorisieren oder stummschalten. Zudem haben es nun die Chat-Bubbles, die ursprünglich schon für Android 10 angekündigt wurden, in die Beta geschafft. Aktive Chats diverser Messenger-Apps lassen sich als verschiebbare Blase mit dem Avatar des Gesprächspartners auf dem Homescreen ablegen – so wie es bereits seit längerem vom Facebook-Messenger bekannt ist.

Auch für die Audio- und Videowiedergabe ist ein separater Bereich des Benachrichtigungsmenüs vorgesehen: Hier finden sich die Medienansicht mit den Buttons zum Abspielen, Pausieren und Skippen.

Das sogenannte Power-Menü, das durch Gedrückthalten der Einschalttaste erreichbar ist, wurde erweitert. Unlängst hatte Google dort die Auswahl der Zahlungsmethoden für Google Pay platziert. Nun finden sich dort auch Schaltflächen, über die sich Smarthome-Komponenten steuern lassen.

Eine Neuerung aus den Previews hebt Google erneut hervor: den verbesserten Datenschutz. Bislang konnte man einzelnen Apps den Zugriff auf die Kamera und das Mikro nur verbieten oder dauerhaft erlauben, beim Standort war zusätzlich der Zugriff bei laufender App möglich. Diese Auswahl erweitert Android 11 nun um die Möglichkeit, den jeweiligen Zugriff genau einmalig zu gestatten.

Die Beta 1 ist ab sofort für alle Pixel-Smartphones ab dem Pixel 2 erhältlich, weitere Geräte sollen nächste Woche folgen. Sofern Google seinen Zeitplan hält, erscheinen im Sommer zwei weitere Beta-Versionen, bevor das finale System im Herbst veröffentlicht wird. Es wird übrigens einfach Android 11 heißen – Süßigkeiten-Codenamen vergibt Google seit Android 10 nicht mehr.

(jow)