Erste Gewerkschaft in US-Apple-Laden: Wahlen sind zertifiziert

Die Arbeitnehmervertretung in Maryland ist offiziell genehmigt. Sie tut sich mit einer größeren Gewerkschaft zusammen, um den ersten Tarifvertrag auszuhandeln.

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Der Apple Store im Towson Center nähe Baltimore.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apples erstes Ladengeschäft in den Vereinigten Staaten von Amerika hat demnächst eine Arbeitnehmervertretung: Die Gewerkschaftswahlen durch die Mitarbeiter verliefen in diesem Monat erfolgreich. Nun hat auch das zuständige National Labor Relations Board (NLRB), das auf Bundesebene das US-Arbeitsrecht reguliert, diese abschließend zertifiziert.

Mit der Zertifizierung kann die Einrichtung einer lokalen Gewerkschaft in Towson im US-Budesstaat Maryland nun beginnen. In den USA gibt es keine Betriebsräte, stattdessen wird pro Betrieb in Wahlen bestimmt, ob es eine gewerkschaftliche Vertretung geben soll. Dies war in den Apple Retail Stores bislang nicht gelungen, weshalb Towson als Dammbruch gilt. Apple selbst hatte sich deutlich gegen die gewerkschaftliche Organisierung seiner Mitarbeiter ausgesprochen.

In dem Laden in Maryland sollten die Arbeitnehmer ursprünglich von der Coalition of Organized Retail Employees (CORE) vertreten werden. Diese hat sich nun aber, um schlagkräftiger zu sein, mit der International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM) zusammengetan, was in einer Mitgliederabstimmung bestimmt wurde. IAM-CORE soll nun damit beginnen, einen ersten Tarifvertrag mit Apples Management auszuhandeln.

Man hoffe, einen "starken ersten Vertrag" aushandeln zu können, der "positive Veränderungen" für die Apple-Mitarbeiter bringe, so IAM-CORE. Die Gewerkschaftsmitglieder glaubten, dass es nun eine Chance gebe, "den Arbeitsplatz zu verbessern" und Apples "Standing als eine der innovativsten Firmen der Welt" voranzubringen. IAM-CORE wolle zudem Apple-Mitarbeiter baldmöglichst "von Küste zu Küste" vertreten und arbeite an der lokalen gewerkschaftlichen Organisierung.

Apple selbst hatte zuletzt die Arbeitsbedingungen seiner Mitarbeiter in den US-Ladengeschäften verbessert. Künftig soll es etwa einfacher werden, Arbeitszeiten zu ändern und Apple soll intern mitgeteilt haben, dass bestimmte problematische Schichten weniger häufig besetzt werden müssen. Es gab auch ein Entgegenkommen bei Urlaubs- und Krankheitszeiten. Zudem wurde das Mindestgehalt auf 22 US-Dollar pro Stunde erhöht.

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(bsc)