Erste US-Stadt verbietet den Bau neuer Tankstellen für fossile Treibstoffe

Im kalifornischen Petaluma dürfen nun auf dem Weg zur Klimaneutralität keine neuen Tankstellen mehr entstehen.

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Szene aus dem Film "American Graffiti".

(Bild: Lucasfilm)

Von
  • Andreas Wilkens

In der US-amerikanischen Stadt Petaluma nahe San Francisco dürfen keine neuen Tankstellen für fossile Treibstoffe mehr gebaut werden. Auch dürfen bereits bestehende Tankstellen keine neuen Zapfsäulen und Vorratstanks bekommen, hat der dortige Stadtrat am Montag beschlossen. Er machte damit ein seit Mai 2019 geltendes Moratorium für Tankstellen permanent.

In den Straßen von Petaluma wurden 1973 Aufnahmen für George Lucas' Film "American Graffiti" gedreht, in dem junge Menschen ständig in Autos durch die Gegend fahren und sich schließlich auch ein Rennen liefern wollen.

Knapp 50 Jahre später heißt es aus Petaluma , dort gebe es 16 Tankstellen, eine sei genehmigt, aber noch nicht errichtet worden. Jeder Bürger und jede Bürgerin, von denen es insgesamt 60.000 in Petaluma gibt, könne mit dem Auto innerhalb von 5 Minuten eine Tankstelle erreichen, ein Tempo von 40 km/h vorausgesetzt.

Petaluma will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Dazu sollen dort so bald wie möglich nur noch erneuerbare Energien verwendet werden, beispielsweise bekommen städtische Gebäude Solarpanels, die Straßen sollen mit LEDs beleuchtet werden.

Die Stadt verweist auf das Ziel ihres Bundesstaats, bis 2030 rund fünf Millionen neue Autos ohne lokale Emissionen zuzulassen. Den Tankstellenbetreibern will sie nun helfen, Ladestationen für Elektroautos und Wasserstoff für Brennstoffzellen-Fahrzeuge einzurichten oder bestehende Einrichtungen umzubauen.

(anw)