Erstes MacBook Pro mit 13"-Retina-Display bei Apple nun "obsolet"

Apple hat den Hardware-Support des Modells eingestellt, das mit hochauflösendem Bildschirm und integrierter SSD den Grundstein moderner Profi-Macbooks legte.

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Das Retina-MacBook Pro Baujahr 2012.

(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

Das erste kompakte MacBook mit hochauflösendem Bildschirm hat bei Apple nun ausgedient: Die beliebte Modellreihe – das 13" MacBook Pro (Retina, Ende 2012) – steht jetzt auf der Liste der weltweit abgekündigten Macs. Entsprechend führen Apple sowie autorisierte Händler keine Reparaturen mehr durch und Werkstätten können auch keine Originalersatzteile mehr bestellen.

Ausnahmen von dieser Regel gebe es nicht, betont das Unternehmen in einem Support-Dokument. Besitzer:innen bleibt die Option, Reparaturen selbst mit Teilen von Drittanbietern durchzuführen oder auf freie Händler zurückzugreifen.

Software-Support ist für das 2012er MacBook Pro weiter gegeben: Ein Upgrade auf macOS 11 Big Sur wird zwar offiziell nicht unterstützt, für macOS 10.15 Catalina liefert Apple aber noch Sicherheits-Updates – voraussichtlich bis Ende 2021.

Gemeinsam mit dem wenige Monate zuvor veröffentlichten 15-Zöller gab das MacBook Pro 2012 mit einer schnellen, integrierten SSD sowie dem Retina-Bildschirm die Marschrichtung für moderne Profi-Macbooks vor. Auf ein optisches Laufwerk, einen Ethernet- und einen Firewire-Anschluss verzichtet Apple seitdem.

Lange galten bei Apple Geräte bereits fünf Jahre nach dem Produktionsende als abgekündigt, Originalersatzteile gab es dann – wenn überhaupt – nur noch eingeschränkt bei Verfügbarkeit. Das erste Retina-Macbook-Pro galt entsprechend schon 2018 als abgekündigt, erhielt dann aber als besonders beliebte Modellreihe eine Schonfrist und längere Reparaturabdeckung – diese endet nun auch für das 13"-Modell. Das etwas früher eingeführte 15"-Modell Baujahr 2012 gilt seit vergangenem Sommer als obsolet.

Inzwischen setzt Apple seine Produkte fünf Jahre nach dem Verkaufsende zuerst auf eine "Vintage"-Liste. Reparaturen werden weiter durchgeführt, solange Ersatzteile verfügbar sind. Geräte, die seit über sieben Jahren nicht mehr vom Hersteller verkauft werden, landen dann schließlich auf der Liste der obsoleten Produkte.

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(lbe)