Erstes MacBook Pro mit Retina-Display angeblich bald "obsolet"

Apples Schonfrist für das 2012er MacBook Pro scheint abzulaufen: Reparaturen und Originalersatzteile soll es bald nicht mehr beim Hersteller geben.

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Mit SSD, Retina-Display und ohne optisches Laufwerk: Das 2012er 15" MacBook Pro.

(Bild: Apple)

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Das erste MacBook Pro mit hochauflösendem 15"-Bildschirm gilt bei Apple offenbar bald als abgekündigt. Damit enden Dienstleistungen rund um Hardware-Defekte: Der Hersteller und autorisierte Händler führen bei solchen Produkten keine Reparaturen mehr durch, auch endet der Vertrieb von Originalersatzteilen. Kunden können in diesem Fall auf freie Werkstätten ausweichen oder versuchen, Schäden selbst zu beheben.

Das 2012er MacBook Pro werde zum 30. Juni 2020 weltweit als "obsolet" eingestuft, heißt es in einem internen Memo des Herstellers, wie Macrumors berichtet. Apple hatte das erste Retina-MacBook-Pro ursprünglich schon im Sommer 2018 als abgekündigt eingestuft, sich dann aber für eine Schonfrist bei der populären Modellreihe entschieden, in der sich noch Reparaturen beim Hersteller und mit Originalersatzteilen in Anspruch nehmen ließen.

Die damals überraschende Reparaturverlängerung war Teil eines Pilotprogramms, um einen insgesamt längeren Service-Zeitraum für ältere Mac-Modelle anzubieten. Ursprünglich stufte der Hersteller seine Produkte fünf Jahre nach Produktionsende in den meisten Ländern schon als "obsolet" ein und beendete damit den Hardware-Service. Inzwischen gelten die Produkte fünf Jahre nach dem Verkaufsende zuerst als "Vintage". Reparaturen werden dann weiter durchgeführt, solange Ersatzteile verfügbar sind, so Apple. Geräte, die seit mehr als sieben Jahren nicht mehr im Handel sind, werden von Apple schließlich als "abgekündigt" respektive "obsolet" geführt.

Mit einem hochauflösenden Display, einer integrierten SSD und dem Verzicht auf ein optisches Laufwerk gab das zur Jahresmitte 2012 eingeführte MacBook Pro die Marschrichtung für mobile Profi-Macs der nächsten Jahre vor – und gilt als besonders beliebtes Modell. Das 2012er MacBook Pro wird auch von Apples jüngstem Betriebssystem macOS 10.15 Catalina unterstützt. Selbst wenn das für Herbst erwartete macOS 10.16 sich nicht mehr installieren lässt, dürfte Apple noch für rund zwei weitere Jahre Sicherheits-Updates ausliefern.

(lbe)