ExoMy: Mars-Rover zum Selberbauen

Bis der Rover Rosalind Franklin über den roten Planeten fährt, wird es noch eine Weile dauern. Vorher kann man sein "Geschwisterchen" ExoMy selber 3D-drucken.

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3D-gedruckter Roboter mit Gesicht auf rotem Gestein.

(Bild: ESA)

Von
  • Helga Hansen

Sechs Räder, Solarpaneele und ein niedliches Gesicht – mit dem ExoMy wird der Mars-Rover für den Vorgarten Wirklichkeit. Für den Nachbau stellt die Europäische Raumfahrtagentur ESA alle notwendigen Dateien und ausführliche Anleitungen online zur Verfügung. Insbesondere Schulen oder Studierende könnten die Vorlagen nutzen, um den Einstieg in die Robotik zu wagen, so die Hoffnung der ESA. Einige Nachbauten gibt es bereits.

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Insgesamt ein bis zwei Wochen soll der Nachbau dauern und rund 500 Euro kosten. Nötig ist dafür ein 3D-Drucker (oder Druckservice). Bei den weiteren Bauteilen setzt man auf gut erhältliche Standardteile wie kleine Motoren, umfunktionierte Games-Controller und den Bastelrechner Raspberry Pi. Mit 42 Zentimetern Höhe ist der fertige ExoMy dann deutlich kleiner als seine "große Schwester" Rosalind Franklin, die ab 2022 über den Mars fahren soll. Verschiedene Features wie der Bohrer und das Federsystem sind im Design nachempfunden – statt der Kamera besitzt ExoMy aber einen individuell veränderbaren Kopf mit Gesicht und Hut.

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Die Hard- und Softwaredateien, sowie die Druckvorlagen hat die ESA auf Github geladen. Ursprünglich für einen einmaligen Einsatz als Demogerät in 2018 entwickelt, soll ExoMy inzwischen zu einer günstigen Prototyping-Plattform für Robotik-Experimente ausgebaut werden. Daher sei man auch offen für Weiterentwicklungen und neue Ideen, so die ESA.

ExoMy: Mars-Rover für Zuhause (3 Bilder)

ExoMy ist seiner großen "Schwester" Rosalind Franklin nachempfunden.
(Bild: ESA)

Der große Rover Rosalind Franklin sollte ursprünglich ebenfalls schon seit 2018 im Einsatz sein und im Rahmen der Mission ExoMars unseren Nachbarplaneten erkunden. Die gemeinsame Mission der ESA mit der russischen Weltraumagentur Roskosmos wurde aber bereits mehrfach verschoben – zuletzt aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

(hch)