Extreme E: Team Rosberg X Racing gewinnt erstes Rennen der Offroad-Serie

Die elektrische Rennserie Extreme E findet an Orten statt, an denen der Klimawandel besonders deutlich wird. Erste Station war Saudi-Arabien.

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Durch Wüstensand ging es während des ersten Rennens der Serie Extreme E.

(Bild: Extreme E)

Von
  • Andreas Wilkens

Molly Taylor und Johan Kristoffersson vom Team Rosberg X Racing haben am Wochenende im saudi-arabischen Al-Ula das erste Offroad-Rennen mit Elektroautos der Serie Extreme E gewonnen. Zweite wurden Catie Munnings und Timmy Hansen vom Team Andretti United.

In der Rennserie Extreme E fahren alle Teams mit dem gleichen Fahrzeug, das von Spark Racing Technology hergestellt wird. Das Odyssey 21 genannte, 1650 kg schwere Fahrzeug wird von zwei Elektromotoren angetrieben, die bis zu 400 kW leisten und das Gefährt in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringen. Die Karosserie dürfen die Teams selbst abwandeln. Vergangenes Jahr nahm ein Odyssey 21 an der Rallye Paris-Dakar teil.

In Al-Ula haben die aus jeweils einer Frau und einem Mann bestehenden neun Teams am Samstag zwei Qualifizierungsrunden gefahren, für die sich die Besatzungen am Lenkrad abwechselten. Am Sonntag fanden die Finalrennen im K.O.-Verfahren statt. Claudia Hürtgen vom Team ABT hatte im Qualifying an einer Bodenwelle die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und sich überschlagen. Sie überstand den Unfall unverletzt.

Die Rennen der vom spanischen Unternehmer Alejandro Agag gegründeten Serie Extreme E werden an verschiedenen Orten auf der Erde ausgetragen, an denen die Auswirkungen des Klimawandels sichtbar geworden sein sollen. Weitere Stationen werden Lace Rose in Senegal sein, Kangerlussuaq in Westgrönland, Pará im brasilianischen Amazonas und Feuerland in Argentinien.

Das für die Rennen nötige Equipment sowie die Fahrzeuge und Fahrer und Fahrerinnen selbst werden von dem ehemaligen Postschiff RMS St. Helena zu den Rennorten transportiert. Diese Transportart sei wesentlich weniger CO2-intensiv als die Überführung in der Luft, heißt es auf der Website der Extreme E. Zum Konzept der Rennserie gehört es, nicht nur auf den Klimawandel hinzuweisen, sondern auch einem nachhaltigeren Sport den Weg zu bereiten.

(anw)